Es gab einiges an Aufregung und Vorab-Hype über Disintegration kurz vor der Enthüllung in der Gamescom “Opening Night Live” Show. Eine neue Art von Shooter, Online und mit Einzelspielerkampange, mit einzigartigem Gameplay und einem der original Halo Schöpfer an Bord.
Wird Disintegration der nächste Multiplayer Hit in 2020? Da bin ich mir nicht sicher. Dann wiederum verstehe ich weder Fortnite noch Dota, also sollte man mich vielleicht eh nicht fragen.

Was ich aber definitiv sagen kann ist, das Disintegration auf jedenfall interessant ist.

Das fängt schon mit der Handlung an. Bevor Naturkatastrophen, Krieg und Seuchen die Menschheit auslöschen konnten, entschied man sich dazu die Menschheit zu retten, in dem man die Gehirne von Menschen in robuste Roboter steckt, bis die Dinge besser werden und man das ganze wieder rückgängig machen kann. Das hat zwar funktioniert, aber scheinbar ein bisschen ZU gut. Eventuell entwickelte sich eine Splittergruppe, die in ihren Cyborg Körpern die Zukunft sehen und der Meinung sind, das Dinge wie freier Wille überflüssig sind. Ausserdem haben Sie entschieden, dass alle mitmachen müssen und sonst entweder Zwangs-Assimiliert oder getötet werden müssen.
In der Kampange spielt man einen der letzten übriggebliebenen Rebellen, die an ihrer Menschheit hängen und für die Überbleibsel davon kämpfen. Dies tut man mit Hilfe eines schwer bewaffneten Hover-Motorrads sowie einem Bodentruppen-Trio mit individuellen Spezialfähigkeiten.

Und, ja, das ist…anders. Man selbst schwebt über dem Schlachtfeld, hat ein Arsenal von schweren und teils eher ungewöhnlich funktionierenden Waffen, aber ist schwerer und behäbiger unterwegs als man es aus per pedes Online Shootern kennt. Dafür hat man das Bodenteam mit ihren Fähigkeiten, die taktisch bewegt und gemanaged werden müssen. Es ist wie eine Mischung aus Taktik-Shooter, Mechspiel, Strategiespiel und wer weiß was sonst noch.

Von der Kampange war bisher kaum was zu sehen, dafür hatten wir Gelegenheit den Online Multiplayer zu spielen. Hier übernimmt jeder Spieler in 5v5 Kämpfen die Rolle eines Piloten samt Bodentruppen. Das Loadout des eigenen Gefährts, das Gefährt selbst so wie die Waffen der KI-Teammitglieder (das auch in der Einzelspieler Kampange stark variieren soll) entscheidet sich durch die Wahl einer von sechs Klassen, die wie unterschiedliche Bikergangs gestyled sind. Der Spielmodus den wir anspielen konnten war eine Art einseitiges “Capture the Flag”, in dem das eine Team Energie…Dinge zu einem bestimmten Ort transportieren muss und das andere dies verhindert.

Und ja, so sehr es Überschneidungen und bekannte Elemente gibt, so anders spielt sich Disintegration im Vergleich zu so ziemlich allen anderen. Die Spielgeschwindigkeit ist eher World of Tanks als Call of Duty, aber dafür ist man auch voll ausgelastet mit dem Manövrieren von sich selbst und seinem KI Team, dem Managen von Waffen und Spezialfähigkeiten und idealerweise dem koordinieren mit anderen Piloten.

Trotz der Hotkeylastigen Steuerung ist das alles etwas komplex und etwas kompliziert, doch unsere Zeit im Mehrspielermodus gegen andere Redakteure hatte durchaus spannende und ausserordentliche Momente. Diese waren weniger von “360 Noscope Skillz” geprägt, als eher von taktisch cleveren Spielzügen. Der Strategiespielaspekt von Disintegration ist definitiv nicht nebensächlich.

Alles in allem fühlte sich das Spiel sehr innovativ an, aber angesichts der etwas speziellen Spielweise und der recht hohen Komplexität könnte ich keine Wetten abschließen, wie das Spiel in der breiten Masse vor allem als Multiplayer Titel ankommen wird.

Dennoch, ich bin sehr gespannt, nicht nur darauf, sondern auch wie am Ende die Einzelspieler Kampange abschneiden wird, wenn das Spiel nächstes Jahr auf PlayStation, Xbox und PC erscheint.

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