Test – Batman: Arkham Knight

Am 23. Juni erschien das bereits einmal verschobene, dritte und letzte Abenteuer des dunklen Ritters. […]

Am 23. Juni erschien das bereits einmal verschobene, dritte und letzte Abenteuer des dunklen Ritters. Mit Batman: Arkham Knight wollte Rocksteadys nicht nur die letzen zwei (grandiosen) Spiele in den Schatten stellen, sondern sich selbst ein Monument setzen. Eine offene Spielwelt, ein neuer, mit Warner Bros. und DC Comics, abgestimmter Superschurke und, last but not least, das Batmobil! Ob Rocksteady der Platz auf dem Spiele-Olymp vergönnt ist, klären wir in unserem aktuellen Test.

– ACHTUNG: Diese Review könnte Spoiler enthalten –

Die Story

Batman: Arkahm Knight spielt einige Jahre nach den Ereignissen in Arkham City. Unter anderem Playboy, Milliardär und Philanthrop Bruce Wayne investierte Millionen in den Wiederaufbau von Gotham City. So das die Stadt wieder im alten Glanze erstrahlt. Nach dem Tod des Jokers wurde es ruhig in Gotham. Die Polizei ging davon aus, dass der Clownprince of Crime der Einzige war, vor dem die restliche Unterwelt Angst hatte und nach seinem Tod die Kriminalität noch weiter ansteigen werde. Zum Erstaunen aller, ging die Kriminalitätsrate sogar runter auf ein historisches Tief. Aber die Ruhe sollte nicht lang anhalten. Scarecrow hat den Plan, Gotham komplett mit seinem Angsttoxin zu verpessten. Da er weder über die körperliche Kraft, noch über die Mittel verfügt Batman zu besiegen, heuerte er den mysteriösen Arkahm Knight an, welcher eine ganze Arme und eine Armada an Drohne kommandiert. Batman wird in diesem Abenteurer mit seinem wohl schwersten Gegner und seinen tiefsten Ängsten konfrontiert.

Eine Augenweide

Unumstritten gehörten die ersten beiden Batman: Arkahm-Teile zu den besten Spielen der letzen Konsolengeneration. Sowohl technisch als auch grafisch konnten die Rocksteady-Titel punkten. Batman: Arkham Knight vollzieht hier aber nochmals einen Quantensprung. Die riesige, offene Welt von Gotham City ist bis in den kleinsten Winkel detailliert dargestellt. Damit ihr euch nicht zu Fuß oder per Gleitflug durch die Stadt “quälen” müsst, hat Rocksteady euch eine neue Version des Batmobils bereitgestellt. Aber dazu später mehr.

Leider kränkelt Batman: Arkham Knight an der selben Leblosigkeit wie sein Vorgänger Arkham City. Durch die, von Scarecrow hervorgerufenen Ereignisse, wurde Gotham nämlich abgeriegelt und alle Bewohner von der Insel geschafft. Lediglich die einzelnen Gang-Mitglieder, die Polizei und einige Feuerwehrmänner sind geblieben. Wir hätten gern zum Finale der Serie ein belebtes Gotham gesehen. Das ist zwar schade, ändert aber nichts an der guten Qualität des Spiels.

They See Me Rollin’

Eine, wenn nicht sogar die größte Neuerung des Spiels, ist wohl das Batmobil. Mit ihm könnt ihr schnell und einfach zur nächsten Mission fahren oder einfach die Häuserschluchten von Gotham genießen…wenn da nicht der Arkham Knight mit seiner Drohnen Armee wäre. Denn jedes Mal wenn ihr euch auf eine Sightseeing-Tour begebt, werdet ihr auch prompt von den fahrerlosen Panzern aufgehalten, die es zu zerstören gilt. Das Batmobil verfügt nämlich nicht nur über diverse Gadgets, sondern auch ein vollwertiges und nicht tödliches Waffensystem. Dieses lässt sich im Laufe des Spiels unter Hilfe von Lucius Fox upgraden. So das ihr jedweder Anzahl von Drohnen gewachsen seid.

Auch für das Lösen der unzähligen Riddler-Rätsel benötigt ihr euren fahrbaren Untersatz. Er hat es (wie auch immer) geschafft, Gothams Untergrund in eine riesige Rennstrecke, inklusive tödlicher Fallen, zu verwandeln.

Wir denken, dass Rocksteady den mit dem Batmobil den richtigen Weg eingeschlagen hat, wenn auch die Riddler-Strecken und die Anzahl der Drohnen auf Dauer ein wenig nerven.

Dank Nebenmissionen tiefer ins Batman-Universum abtauchen

Fernab der Hauptmission, Scarecrow das Handwerk zu legen, gibt es auch viele Nebenquests, welche euch tiefer ins Batman-Universum abtauchen lassen. So treffen wir beispielsweise auf Man-Bat, Nightwing (Dick Grayson, der erste Robin), Firefly, Azrael und viele mehr. Natürlich dürfen auch Charaktere wie der Pinguin, Two-Face oder Catwoman nicht fehlen. Diese Missionen sind zwar teilweise sehr repetitiv, dennoch machen sie deutlich Spaß und lassen euch noch mal eine Weile länger an der Konsole sitzen.

Funktioniert die Arkham-Reihe auch ohne den Joker?

-SPOILER-

Die Antwort auf diese Frage ist Nein! Das muss sie zum Glück auch nicht. Zwar ist der Joker in Arkham City wirklich gestorben, dennoch fand der Clownprince of Crime einen Weg ins Spiel. Wer den Vorgänger Arkham City gespielt hat weiß, dass der Joker schon zu Beginn Todkrank war. Durch eine Überdosis Titan (eine verstärkte Version von Banes Venom) suchte der Joker und seine Schergen nach einem Gegenmittel. Vorher aber infizierte er Batman mit einer Dosis seines Blutes. Kurz nach dem Tod des Jokers, wurde Bruce Wayen mit Erscheinung des Jokers geplagt und das ist auch der Grund, weshalb er seine Auftritte und eine Hauptrolle in Arkham Knight inne hat. Ständig steht er an einer Ecke und belehrt uns auf witzige Wiese was wir zu tun oder nicht zu tun haben. Je nach Blickwinkel. Mehr wollen wir dazu eigentlich auch nicht sagen. Aber jeder der Traurig war das der Joker Tod ist, kann sich über seine Rückkehr freuen. Garantiert!

Dual Play

Ein weiteres neues Feature in Arkham Knight ist die sogenannte Dual Play-Funktion. Damit habt ihr die Möglichkeit, zwischen zwei Charakteren im Kampf hin und her zu wechseln. Kämpft beispielsweise Robin oder Catwomen gerade an eurer Seite, so könnt ihr per Knopfdruck gemeinsame Kombos vollziehen und spielt dann als den jeweils anderen. Natürlich funktioniert dies nicht immer sondern nur dann, wenn es das Spiel auch will. Schade eigentlich. Denn an der Steuerung an sich hat sich nicht viel geändert und die Knöpfe fürs ausweichen und angreifen sind bei allen Charakteren gleich. Nur eben nicht das Movement. Wir hätten uns ein paar Möglichkeiten mehr fürs Dual Play gewünscht.

Fazit

Batman: Arkham Knight verfügt über die nötigen Motivationshilfen um es jenseits der Hauptstory zu spielen und Kampagne geht wahrlich mit einem Kanal zu Ende. Das offen begehbare, beziehungsweise befahrbare Gotham City ist wahrlich eine Augenweide und weiß zu überzeugen. Einzig und allein die völlig verbugte PC-Version vermag es den Spieler in Verzweiflung zu treiben. An den Versionen für die PS4 und der Xbox One ist von Bugs nichts zu merken. Arkham Knight macht schlichtweg Spaß und es ist schade, dass es mit der Reihe erst mal zu Ende ist. Viele Eastereggs deuten aber darauf hin, dass Rocksteadys nächstes Spiel ebenfalls von DC Comis lizensiert sein wird und es im Superman-Universum spielen könnte. Dies jedoch wurde noch nicht bestätigt. Ob sich jeder Batman-Fan auch mit Superman identifizieren kann, sei dahingestellt. Wir können jedem Comic-Fan und Spieler der letzen Arkham-Teile nur zu einem Kauf des abschließenden Titels raten.

Batman: Arkham Knight erschien am 23. Juni für Xbox One, PlayStation 4 und PC.

Kommentare

Schreibe ein Kommentar!