Test – Dead or Alive Xtreme 3

Was ist das bloß für ein Spiel, wenn sich ein Publisher nicht traut es im […]

Was ist das bloß für ein Spiel, wenn sich ein Publisher nicht traut es im westlichen Markt zu veröffentlichen und es nur im asiatischen Markt anzubieten? Es lässt sich auch nicht so leicht in eine Kategorie einordnen, denn wir finden in Dead Or Alive Xtreme 3 ein Sportspiel mit Karten- und Minispiel-Sammlung, gekreuzt mit einer Dating-Sim inklusive Wirtschaftssimulation, das gewürzt ist mit Rollenspiel-Elementen. Doch keines der aufgezählten Genres wird in dem Spiel vernünftig bedient. Denn die eigentliche Aufgabe im Spiel scheint eigentlich nur das Begaffen und Fotografieren von leichtbekleideten jungen Frauen zu sein.

Das Spiel rund um die wohlgeformten Damen aus Dead or Alive hat aber sogar eine Geschichte. Zwar keine sonderlich gute, aber immerhin. Zack, der bisherige Eigentümer der Insel, auf der das gesamte Spiel stattfindet, gönnt sich selber eine kleine Auszeit, nachdem seine letzte Insel untergegangen ist. Erzählt wird das ganze in einem recht kurzem Video und schaltet auch sogleich zur tropischen Insel zurück, wo wir uns dann eine der neun Schönheiten aussuchen dürfen, die wir dann auf den sonnigen Strand einladen dürfen.

Für jede der neun Damen gibt es ein eigenes kleines Intro, was den Charakter derjenigen ein wenig zur Geltung bringt. Das dient dem Kennenlernen der Figur, aber hauptsächlich ist es nur eine weitere Gelegenheit, die Figur am Strand in einem Bikini zu begutachten.
Danach geht das Spiel auch sofort los und konfrontiert uns mit den wechselnden Tageszeiten. Tagsüber verbringen wir die Zeit am Strand, am Pool oder in einem der Shops. Abends stehen die gleichen Lokalitäten zur Verfügung, aber sobald es dann dunkel wird, können wir uns nur noch in einem Hotel-Zimmer oder dem Casino aufhalten.
Aber was ist denn nun eigentlich das Ziel des Spiels? Unsere Aufgabe ist es, in zwei Wochen den Urlaub für das ausgesuchte Mädchen so perfekt wie nur möglich zu gestalten. Und dabei haben wir nun abhängig von den Orten unterschiedliche Möglichkeiten, sie zu beschäftigen oder zu beschenken.

Am Tage stehen uns sechs unterschiedliche Aktivitäten zur Verfügung. Beim “Butt-Battle” schubsen sich jeweils zwei Bikini-Schönheiten mit dem Po von einer kleinen schwimmenden Insel im Pool. Ebenso im Pool findet das Hüpfen über kleine schwimmende Pads und das Tauziehen statt. Alles sind sehr simple Reaktionsspielchen, in denen man die richtige Taste zur richtigen Zeit drücken muss, oder besonders schnell eine bestimmte Taste treffen sollte.
Neben den ganzen Minispielchen sticht das Beach-Volleyball besonders hervor. Hier spielt man mit einer Partnerin gegen zwei andere Damen aus dem Dead or Alive-Universum. Und dann kommt doch tatsächlich so etwas wie Spaß auf. Ein Spiel geht bis zu sieben Punkte und Aufschlag hat stets die Seite, die gerade einen Punkt gemacht hat. Hier können wir Bälle annehmen, zuspielen und schmettern. Mit der sehr simplen Steuerung kommen so doch sehr spannende Gefechte zustande, die für gute Laune sorgen.
Doch leider sind diese Spiele doch viel zu kurz. Auch eine größere Spiel-Modi-Auswahl für Beach-Volleyball wäre wünschenswert gewesen, wie z.B. mal die Zielpunktzahl zu erhöhen, mit einem größeren Team zu spielen oder so etwas simples wie ein ganzes Turnier über mehrere Runden. Hier wird deutlich Potential verschenkt.
Gegen Abend öffnet dann das Casino, wo wir klassischen Spielen wie Roulette, Poker oder Black Jack nachgehen können. Diese drei Spiele sind durchaus in Ordnung umgesetzt, strotzem aber auch nicht gerade vor Innovationen. Wer hier etwa ein Strip-Poker erwartet, wird bitter enttäuscht.

Eines der interessantesten Features im Spiel ist der Wechsel von Girl-Mode zu Owner-Mode. Im Girl-Mode spielen wir nämlich das ausgewählte Bikini-Mädchen, so dass wir aktiv an den Freizeitbeschäftigungen teilnehmen können und auch unseren eigenen Geldbeutel für Einkäufe und Geschenke haben. So beschenken wir unsere Partnerin oder eine der anderen verfügbaren Frauen, um die Beziehungen zu verbessern.
Im Owner-Mode hingegen können wir die Aktivitäten nur beobachten. Wir können dabei voyeuristisch die Kamera drehen und Fotos schießen. Auch können wir hier aktiv das Mädel beschenken, um den Spaß-Faktor im Urlaub zu erhöhen. Allerdings kann es hier auch passieren, dass das Geschenk abgelehnt wird.

Während des ganzen Spiels werden wir mit besonderen Missionen beauftragt. So müssen wir z.B. im Casino bei Black Jack mit einem Black Jack gewinnen. Schaffen wir eine Mission, so erhalten wir Geld und auch Erfahrungspunkte. Mit dem Geld können wir dann neue Bikinis für unsere Damen kaufen, um diesen den Aufenthalt noch weiter zu versüßen.
Nach zwei Wochen auf der Insel ist das ganze Spiel auch wieder vorbei und wir können mit einer der anderen Figuren das gleiche Spiel von vorne beginnen.

Fazit

Dead or Alive Extrem 3 ist Voyeurismus pur. In jeder nur erdenklichen Szene wird die Kamera sehr eindeutig platziert, um die Damen in Bikinis möglichst sexy einzufangen. Wer ein Problem damit hat, wird keine Freude mit dem Spiel haben. Generell gilt hier, dass man auch nur Spaß mit dem Spiel haben kann, wenn man Vergnügen an freizügigen (Polygon-)Körpern hat. Alle anderen lassen die Finger von dem Spiel.
Wer allerdings zwingend ein Beachvolleyball-Spiel auf seiner Konsole braucht und ihm dabei auch jeglicher Anspruch egal ist, kommt allerdings nicht um das Spiel herum. Denn derzeit gibt es noch keine einzige andere Alternative dieses Sports auf Konsole. Für alle anderen ist es nur eine billige Minispiel-Sammlung in hübscher Verpackung.

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