Test – Hitman Episode 2: Sapienza

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Inhalt

Episode 2 kommt mit ähnlichem Umfang daher wie Hitmans Paris Episode (zum Test). Statt eine Modenschau in Paris bei Nacht zu infiltrieren, bereist Agent 47 diesmal tagsüber die sonnige, italienische Küstenstadt Sapienza. Wieder habt ihr zwei Ziele, die es auszuschalten gilt. Zum einen den Bioingenieur Silvio Caruso, zum anderen die Laborchefin Francesca De Santis. Diesmal gilt es aber auch einen Virus zu zerstören, der in einer Untergrundhöhle von Carusos Angestellten hergestellt wird.

Laborchefin und Ziel Nummer 2: Francesca De Santis

Zusätzlich gibt es mittlerweile 2 neue Live-Aufträge im Eskalations-Modus: The Apeiron Sadness und The Szilassi Darkness, mit je 5 Stufen. Der Schwierigkeitsgrad wird bei jeder Stufe angezogen und kann auf den höheren Stufen auch erfahrene Spieler schnell ins Schwitzen bringen. Die Vorgaben bringen die gewünschte Abwechslung zur sonst sehr offenen Missionsstruktur.

Der neue Schauplatz Sapienza bietet natürlich, wie Paris auch, die Möglichkeit selbst Aufträge zu erstellen, die von anderen Spielern dann Online absolviert werden können. Durch die freiläufige Struktur der Levels bieten sich mehr Möglichkeiten die Mission interessant zu gestalten, als es noch beim Paris Level der Fall war.

Die wunderschön detaillierte Küstenstadt lädt zur Erkundung ein.

Letztlich steht ein neues Ziel der PS4-exklusiven Mission der Sarajevo Sechs zur Verfügung. Hierbei muss der Enforcer Garry Lunn eliminiert werden. Vorgaben gibt es dabei, wie auch schon beim Director, nicht.

Gameplay

Am Gameplay hat sich prinzipiell nichts geändert. Das italienische Städtchen bietet aber durch seinen zum Teils recht verwinkelten Aufbau neue Möglichkeiten der Spielweise. Gegliedert ist der Spielbereich in die Stadt mit ihren engen Gassen, einen kleinen Küstenabschnitt sowie dem großen Anwesen und der Untergrundhöhle, die es zu infiltrieren gilt. Es gibt wieder etliche unterschiedliche Arten die Ziele auszuschalten. Hier ein Beispiel: Auf der Hauptstraße findet ihr einen verunglückten Transporter, der Blumen ausliefern soll. Bei einem Telefonat des Kuriers finden wir dann heraus, dass unser Ziel Silvio Caruso, diese Blumen für den Todestag seiner Mutter braucht. So bietet sich uns also direkt eine Gelegenheit ins Haus zu kommen, allerdings nicht ohne vorher von den Wachen gefilzt zu werden. Habt ihr eure Waffe noch eingesteckt, reagieren diese nicht gerade freundlich darauf. Gelingt es euch aber bis zum Grab vorzudringen, wartet euer Ziel dort wortwörtlich mutterseelenalleine darauf von euch gemeuchelt zu werden. Und was passiert mit der Leiche? Tja, die wandert schnurstracks in den großen Gartenhexler. Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten euer Ziel zu eliminieren.

Der verunglückte Transporter samt Blumenladung.

Technik

Per se hat sich in Sachen Grafik nicht viel verändert, was jedoch positiv auffällt, ist aber die Liebe zum Detail. Die italienische Stadt bietet Cafés, kleine Läden, eine Metzgerei, ein kleines Einkaufsviertel sowie eine Art Marktplatz. Die zahlreichen NPCs gehen ihren Tätigkeiten nach und füllen die Welt Leben.

Sonne, Sommer, Sonnenschein… und Mord.

IO Interactive hat im Zuge einiger Patches und mit dem Release der zweiten Episode auch die Online Anbindung stark verbessert. So kommen Verbindungsabbrüche seitens des Servers eigentlich nicht mehr vor. Weiterhin werden bereits abgeschlossene Herausforderungen wie Meisterleistungen, Entdeckungen und Attentate nun direkt abgespeichert und beim Laden des Spielstandes nicht mehr zurückgesetzt.

Dennoch wird man beim Verlust der Internetverbindung weiterhin aus dem laufenden Spiel geworfen, allerdings mit der Option sich nochmals mit dem Server zu verbinden. Dies hat bei mir bisher allerdings noch nicht funktioniert. Spielstände die Offline oder Online erstellt wurden, sind auch künftig nur im jeweiligen Modus verfügbar.

Fazit

Hitmans zweite Episode ist eine starke Fortsetzung, der schon sehr guten ersten Episode. Sapienza lädt ein von euch erkundet zu werden, um auch die unscheinbarsten Möglichkeiten für ein Attentat herauszufinden. Durch mehrere Patches konnte IO Interactive mittlerweile auch die Serverstabilität erhöhen, sodass Abbrüche nur noch selten vorkommen. Ärgerlich ist aber immer noch die Inkompatibilität der Online- und Offline-Spielstände. Leider lässt sich über die Geschichte weiterhin nur mutmaßen. Wieder spielt nach dem Ende der Hauptmission eine in etwa fünfminütige Sequenz, die den mysteriösen Antagonisten in Johannesburg zeigt. Mehr wird nicht preisgegeben. Es bleibt abzuwarten wie sich die weiteren Episoden präsentieren, aber bisher hat Hitman durchaus Potenzial eines meiner Lieblingsspiele für dieses Jahr zu werden.

Preislich liegt die Episode für PlayStation 4 und Xbox One bei 9,99 Euro, auf Steam gibt es sie etwas billiger für 7,99 Euro. Getestet wurde die PlayStation 4 Version.

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Kommentare
Sebastian Kunz 8. Mai 2016 um 10:46 Uhr

Wenn es eine Sache gibt, die ich in Spielen liebe, dann ist es ein sonniges Setting und dazu eine spannende Geschichte. Das neue Hitman kommt jetzt definitiv auf meine Liste 🙂

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