Test – Matterfall

Der Entwickler Housemarque ist mit neuem Kanonenfutter zurück!

Die Pixel-Fetischisten Housemarque sind wieder zurück mit einem brandneuen Titel, der es in sich hat. Mit Matterfall reiht sich ein weiterer Twin-Stick Actiontitel in die Liste des finnischen Entwicklers ein. Nach den sehr beliebten Titeln Resogun, Dead Nation, Nex Machina und vielen weiteren Spielen in diesem Genre, ist der Entwickler einmal mehr auf dem Pfad zum perfekten Twin-Stick-Titel.

Mit beeindruckenden Partikel-Effekten spart Matterfall nicht

Matterfall spielt sich wie jedes andere Spiel von Housemarque, was sehr für eine bleibende Qualität spricht. Schnelle Action, passende und sehr stimmige Elektromusik, viele explodierende Pixel und die Mission, die Menschen zu retten.

Gespielt wird mit der Protagonistin Avalon Darrow in der Seitenansicht, also aus einer klassischen Side-Scrolling Ansicht. Ausgerüstet mit einem Exo-Skelett, muss Avalon die Menschen befreien, die bei der Evakuierung der Erde von bösen Maschinen in Kristallen festgehalten werden. Eben diese Maschinen sind es, die einem in Scharen entgegen kommen. Als wäre dies nicht genug, sind auch massenweise Geschütztürme zu finden, die einem tonnenweise Munition um die Ohren schießen.

Hat man sich erst einmal an die neue Steuerung gewöhnt – gesprungen wird mit R1 – muss man sich schließlich mit dem Powerschub vertraut machen. So kann man normal springen, aber wenn man zusätzlich die L1 Taste mit einer Richtungstaste auf dem Controller drückt, wird Avalon mit einem zusätzlichen Schub in die gewünschte Richtung geschossen. An Springpassagen mangelt es dem Spiel keineswegs, ganz im Gegenteil. So ist es meist so, dass man neben dem abknallen der Gegner auch noch geschickt springen und somit weiterkommen muss.

Wenn wir nicht gerade in der Luft sind, können wir mit der L1 Taste den Schub auch zum Durchdringen der Gegner nutzen. Laufen wir beispielsweise nach rechts und drücken dabei die L1 Taste, düsen wir durch Gegner und Barrikaden, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Hat man einen Checkpoint erreicht (rechts), geht es meist sofort wieder zurück in die Action.

Bei Matterfall wird einem vor allem eines Geboten: Abwechslung. Hat man einmal das Gefühl, gerade die Steuerung zu beherrschen, kommt wieder ein neues Element hinzu, welches erlernt werden muss. So gibt es zum Beispiel auch Bereiche, in denen es keine Schwerkraft gibt. Der Dual Shock-Controller der PlayStation 4 sagt einem dann nämlich, dass es keine Schwerkraft mehr gibt und man muss sich frei wie ein Vogel durch Geschosse und Feuerwände kämpfen.

Nichts für Anfänger

Matterfall hat drei Schwierigkeitsgrade: Neuling, Söldner und Veteran. Wer denkt, das Spiel als Twin-Stick- bzw. Side-Scroller-Profi auf Söldner spielen zu können, sollte Vorsicht walten lassen. Sogar mit dem Schwierigkeitsgrad Neuling ist das Spiel noch ein harter Brocken, wenn auch möglich zu meistern. Wer also eine Herausforderung sucht, wird hier bestens versorgt werden.

Highscore!

Natürlich geht es in Matterfall auch wieder um das sammeln von Punkten. Hat man gerade einen Run, erhöht sich der Multiplizierer und man erhält doppelt, dreifach oder noch mehr Punkte. Man erhält beim erledigen der Gegner Punkte, beim retten der Menschen und beim Einsammeln von blauen Kristallen. (Auf der Weltrangliste haben wir es auf Platz 83 geschafft)

Geschütztürme und Robo-Spinnen machen euch das Leben schwer.

Tolle Spielwelt mit großen Levels

Das Spiel hat drei Abschnitte mit jeweils drei Levels + Endgegner. Dabei fallen die Levels allesamt sehr umfangreich aus. Pro Level benötigt man, je nach Spielweise, gut 10 Minuten. Möchte man alle Menschen retten, alle Punkte sammeln und unbedingt den letzten Gegner ins Jenseits befördern, können daraus auch gerne 20 Minuten werden. Die Endgegner selbst sind sowohl abwechslungsreich, als auch unterhaltsam. Hier sind gute Reaktionszeiten und Geduld gefragt, wenn der “Autonome Killerjäger” das Feuer eröffnet.

Was auf die Ohren á la Housemarque

Wenn das Studio Housemarque für etwas steht, dann für immer passende und gut gewählte Musik. Auch bei Matterfall geht es in die Richtung der Elektromusik. Obwohl die Tracks alle sehr schnell und treibend sind, wirken sie nicht eine Sekunde lang störend oder langweilig. Man hat stets das Gefühl, dass sich die Musik perfekt dem Gameplay anpassen. So muss das sein.

Fazit

Housemarque tut das, was sie am besten können, entwickeln sich aber stets weiter und beeindrucken mit gleichbleibender Qualität und neuen Spielideen. Wer Resogun toll gefunden hat, Super Stardust-Fan ist oder Nex Machina mag, sollte definitiv einen Stopp bei Matterfall machen. Das Spiel lässt sich klasse spielen, hat keine Längen und lässt einem keine Ruhe bei der Jagd nach Punkten und bösen Maschinen.
Positiv
  • Tolles Gameplay
  • Motivierende Levels
  • Gute Musik
  • Fordernde Passagen
  • Interessantes Setting
Negativ
  • Spiel insgesamt nicht sehr lang
  • Passagen können manchmal frustrierend sein
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