Test – Obliteracers

Wie schlägt sich das bunte Rennspiel, welches stark an Micro Machines und Mario Kart erinnert?

Es geht schon sehr wild her. Da schießt eine Rakete nach vorne direkt auf den Erstplatzierten und weiter hinten wird mit einem Maschinengewehr auf die anderen Fahrer geschossen. Und dann liegen auch noch Minen auf der Fahrbahnen! Das ist die Welt von Obliteracers.

Gameplay

Wie spielt man eigentlich Obliteracers? Mit bis zu 16 Teilnehmern (lokal nur bis zu vier Mitspieler) fährt man auf einer der bunten und wunderschön gestalteten Strecke ums Überleben. Je nach Renn-Modus geht es darum, die meisten Gegner abzuschießen, möglichst lange der Erste im Rennen zu sein oder als einziger auf dem Weg nicht abgeschossen zu werden.
Dabei machen die Wettkämpfe am meisten Laune, bei denen man nach einem Treffer direkt wieder ins Rennen geschickt wird. Bei anderen muss man nach einem Abschuss dann solange warten, bis das Rennen vorbei ist. Im Einzelspieler-Modus kann man das noch überspringen, aber spätestens beim Multiplayer mit mehreren Mitspielern kann das einen schnell aus den Spielfluß nehmen.

Auf den schicken Strecken gibt es keine Freundschaften mehr.

Wie es schon zu erahnen war, gibt es auf den einzelnen Fahrbahnen zahlreiche Waffen und Extras, die einem im Kampf gegen seine Mitstreiter helfen. Diese lassen sich ganz in Mario Kart-Manier aufsammeln, indem man durch sie hindurchfährt.
Sobald man eine Waffe erhalten hat, sollte man diese auch sogleich einsetzen, denn die Gegner werden dies definitiv tun.

Und wie steuert sich so ein kleines Fahrzeug, wenn sich bis zu 15 weiteren auch auf der Straße befinden? Da es keinen Splitscreen-Modus gibt, steuert sich jedes Fahrzeug nach der Perspektive der Kamera. Und wer zu langsam ist, oder von dem Weg abfällt, der gilt als besiegt. Wer einmal Micro Machines gespielt hat, wird genau wissen, wie sich hier die Steuerung anfühlt.

Bei den vielen Fahrern geht die Übersicht manchmal verloren.

Je mehr, desto lustiger

Obliteracers ist ein Partyspiel und entfaltet sein ganzes Potential in geselliger Runde. Wer ein paar Freunde hat, sollte sie zu sich nach Hause einladen und ein paar Runden auf der Konsole drehen. Es macht einfach Spaß, die eigenen Kumpels von der Bahn zu stoßen oder mit einem Flammenwerfer abzufackeln.
Hier punktet das Rennspiel in allen Belangen, kann aber nicht ganz die Qualitäten eines Mario Kart erreichen.

Technik

Die Rennstrecken sehen sehr ansehnlich aus und erinnern sehr stark an die guten, klassischen Arcade-Racers aus der guten alten Zeit. Dabei sind sie technisch mit vielen kleinen Details ausgestattet und in satten Farben präsentiert. Thematisch wird auch viel Abwechslung geboten, sodass man mal am sonnigen Strand, auf einem verregneten Tanker oder einer futuristischen Stadt unterwegs ist. Es sieht alles sehr prächtig aus.
Auch die Telnehmer kommen optisch ganz gut weg. Es gibt verschiedene Figuren und Fahrzeuge, die sich zwar spielerisch nicht wirklich unterscheiden, aber durch putzige kleine Charaktere mit Leben gefüllt werden.

Am Ende jedes Wettkampfes gibt es noch Auszeichnungen.

Das Spielgeschehen ist stets flüssig, das Bild bleibt sauber und flimmerfrei. Doch aufgrund der heftigen Action geht die Übersicht extrem schnell verloren. Während wieder ein Wagen explodiert und die kleinen Fahrzeuge wild durcheinander herumwuseln, verliert man sein eigenes Fahrzeug sehr schnell aus den Augen.

Fazit

Obliteracers macht einfach Spaß. Man sollte aber unbedingt mit anderen Mitspielern die Rennen fahren. Denn als Multiplayer-Spiel macht das Game mehr Freude als nur im Einzelspieler-Modus.
Wer auf ein Party-Rennspiel wie Mario Kart gewartet hat und keine Nintendo-Konsole besitzt, sollte definitiv mal einen Blick riskieren.

Getestet wurde die PlayStation 4 Version
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