Test – The Long Journey Home

Ein neuer Stern am Himmel des Rogue-Like-Universums ist am 30. Mai erschienen und bietet interessante Inhalte für Science-Fiction-Begeisterte

Erster Ausflug in die Welt von The Long Journey Home

Logbuch des Captains, erster Start: Vor dieser Testmission zum Alpha Centauri konnte ich meine Crew aus einigen Spezialisten auswählen. Acht Kandidaten stehen zur Wahl. Da es sich um einen reinen Routineflug zum Testen des neuen Antriebs dient, wähle ich mir drei Begleiter aus. Ein erfahrener Astronaut, ein Ingenieur und ein Wissenschaftler stehen mir zur Seite. Der vierte Begleiter zwingt sich mir auf… Unbedingt musste der CEO mit an Board des Schiffs kommen, um seine Investitionen zu betrachten und auszuwerten. Da dieser Ausflug dank des neuen Antriebs nicht lange dauern würde, habe ich drüber hinweg gesehen. Was soll schon großartig passieren? Immerhin hat er nützliche Utensilien dabei, um irgendwelche Ruinen und Trümmer zu untersuchen. Naja, egal wie alt man ist und egal welche Positionen man besetzt, in jedem von uns schlummert ein Kind und Entdecker. Soll er sich dann etwas von seinen Cheftätigkeiten ablenken. Das Kommando über das Schiff wird er sicherlich von mir nicht erhalten.

Zusammensetzung des Teams vor dem Start

Logbuch des Captains, die Umlaufbahn vom Mars: Neue Schildsysteme wurden installiert, jetzt testen wir unseren Sprungantrieb aus. Alle Systeme verhalten sich normal. Der Rote Planet strahlt hinter der glänzenden Hülle des Schiffs mit seiner leblosen und gefährlichen Oberfläche und dieser Anblick treibt mich noch in den Wahnsinn. Wir starten unseren Antrieb.

Logbuch des Captains, 37847 Parsecs von unserem Sonnensystem entfernt: Alle Systeme haben verrückt gespielt. Zumindest sind wir alle bei Gesundheit und das Schiff scheint unbeschädigt zu sein. der Computer zeigt uns eine verrückte Zahl an. Ich bitte meinen Ingenieur die Computer zu prüfen. Die Zahl stimmt jedoch. So weit von der Erde entfernt. Wir sind im Nichts gelandet… Also nicht ganz im Nichts: eine Sphäre unbekannten Ursprungs ist uns über den Weg gekommen. Während der Untersuchung der Sphäre sind wir auf ein nicht identifiziertes Objekt gestoßen, welches wir aus dieser mitgenommen haben. Nach der Entnahme des Objekts aus dessen Sockel, hat die Sphäre angefangen, sich abzuschalten. Wir haben den umliegenden Raum verlassen und uns auf die Suche nach dem Weg nach Hause gemacht. Wir wissen immer noch nicht, was das entnommene fremde Objekt in sich birgt. Die Crew bemüht sich, den Kampfgeist nicht aufzugeben.

Die erste Mission im Tutorial lautet, die Station auf dem Mars zu erreichen

Jeder Ausflug in die Welt von The Long Journey Home kann unterschiedlich verlaufen. Wer kann sich noch an solche Spiele, wie Faster Than Light oder Out There Ω erinnern? Das neue Spiel von Daedalic wird bei jedem Neustart zufällig nach einem Algorithmus generiert. Dafür gibt man vor dem Start des neuen Spiels einen frei wählbaren Code aus acht Buchstaben ein. Die Mission lautet den neuen Sprungantrieb zum Alpha Centauri und zurück zu testen. Ganz entspannt begeben wir uns zu einer Station auf dem Mars, um den neuen Antrieb mit der exotischen Materie aufzutanken. Vor dem Abflug bekommen wir zusätzlich den Prototyp eines neuen Schildtyps auf den Weg. Diesen lassen wir durch unsere Crew installieren. Die Crew besteht aus vier Mitgliedern und kann am Anfang ausgewählt werden. Jedes der Crewmitglieder hat unterschiedliche Fähigkeiten und einen besonderen Gegenstand dabei. Die Fähigkeiten der Mitglieder wirken sich auf den Verlauf der Missionen, unterschiedliche Ereignisse und auf die Ergebnisse dieser aus. Die unikalen Gegenstände lassen sich einmalig einsetzen und verschwinden dann aus dem Inventar des Raumschiffs. Zur Auswahl stehen insgesamt drei Schiffstypen und drei Landemodule. Jeder von diesen verfügt über Angaben zu der Ausstattung und den Eigenschaften. Die Lander werden für die Einsätze auf den Oberflächen der Planeten benötigt.

Vor dem Spielbeginn ist auf jeden Fall die Tutorial-Mission unbedingt zu empfehlen. Diese ist geschickt in das Spiel eingebaut und bietet eine Art Einführung an. Es werden grob die Steuerung, das Management der Crew und des Schiffs und die Bergung der Materialien erklärt. Als Ergänzung bietet der Entwickler einige Tutorial-Videos auf YouTube an. Das Meiste erlernt man jedoch im Gefecht der Abenteuer.

Das Spiel gehört zu der Gattung der Spiele im Rogue-Like Stil. Für Anfänger bietet sich eine gute Möglichkeit die Welt erst im Story-Modus zu bereisen und sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen.

Treffen auf außerirdische Rassen und die Steuerung durch den luftleeren Raum

Logbuch des Captains, erster Kontakt: Aufgrund des Mangels an Ressourcen, mussten wir einen widerwärtigen Deal mit der uns bisher unbekannten Rasse der Ilitza angehen. Unsere Systeme haben uns geholfen mit diesen Außerirdischen Kontakt aufzunehmen und sich zu verständigen. Die Aufgabe war einen Gefangenen Reeve ins andere System zu liefern und seinem zukünftigen Schicksal als Sklaven zu überlassen. Trotz der Warnung der Ilitza, haben wir versucht mit dem Gefangenen zu kommunizieren. Der Reeve hat sich komplett geweigert, uns irgendeine Antwort zu geben. Sieht danach aus, dass der Kleine sich mit dem eigenen Schicksal abgefunden und die Hoffnung komplett aufgegeben hat. Mit letzten Reserven unseres Treibstoffs haben wir den Übergabeort im anderen System erreicht. Wir wurden sehr kaltherzig seitens der Ilitza empfangen. Die Außerirdischen halten von unserer Rasse nicht viel. Die Ilitza empfinden uns als sehr nerviges Völkchen. Der Sklave wurde überreicht und das außerirdische Volk hat sein Wort gehalten, uns gut bezahlt und mit etwas mit Vorräten aufgestockt. Die Wege unserer Schiffe haben sich getrennt und wir hoffen, dass wir nicht mehr aufeinander in der weiten Galaxie treffen. Der kleine Reeve wird mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben und mich durch meine Albträume jagen.

Erstkontakt mit der außerirdischen Rasse Ilitza

Die Steuerung des Raum-Vehikels geht einem nicht direkt leicht von der Hand, da diese an die reale Physik angelehnt ist. Die Planeten haben eigene Gravitationsfelder, die erreichte Geschwindigkeit des Schiffs wird nach der Beschleunigung beibehalten und nicht auf wundersame Weise abgebremst, wie es in einfacheren arcadelastigen Spielen der Fall wäre. Aufgrund meiner schlechten Fähigkeiten im Steuern eines Raumschiffs, hatte die Crew innerhalb der ersten Stunde gebrochene Beine und Arme, inklusive Gehirnerschütterungen. Aufgrund des Mangels an Verbandskästen und sonstiger Medikamente musste ich unterschiedliche Bergungsmissionen und Missionen der außerirdischen, mir nicht sympathischen, Völker annehmen. Das Spiel lässt sich mit einem Gamepad gut steuern, sowie klassisch, mit der Maus und Tastatur. Angenehmer empfand ich die Steuerung in klassischer Form. Mit der Maus lässt sich der Flug viel angenehmer und präziser steuern. Stellt euch auf sehr viel „Trial and Error“ ein! Das Spiel  gehört auf jeden Fall nicht zu den leichtesten. Man gewöhnt sich sehr langsam an das Flugverhalten des Raumschiffs, sowie des Landemoduls. Sobald man es schafft in die Umlaufbahn eines Planeten einzutreffen (da soll die Eintrittsgeschwindigkeit und die Flugroute richtig eingeschätzt werden!), kann man mit Hilfe eines Autopiloten die Flugentfernung zu dem Planeten einhalten. Danach werden die Eigenschaften des Planeten dank der vorinstallierten Scanner angezeigt. In erster Linie werden die Angaben automatisch ausgewertet und zu einer Einschätzung der Schwierigkeit einer Landemission zusammengefasst. Die einzelnen Werte beziehen sich auf die Atmosphäre, Schwerkraft, klimatische Bedingungen und so weiter.

Das Tor in die andere Galaxie

Logbuch des Captains, zweiter Kontakt: Heute sind wir zum ersten Mal in einen Kampf geraten. Eine aggressive Rasse Namens Raxact hat uns aufgelauert und mit einem Ultimatum kontaktiert: Blut oder Münze. Da wir verletze an Board haben, mussten wir auf die Forderung eingehen und das Schutzgeld den Insektoiden bezahlen. Auf eine Anfrage für ein Dialog sind die Aliens ausgerastet und haben jegliche Kommunikation gekappt. Die Schilde wurden hochgefahren und wir haben den ersten Schuss abbekommen. Meine Mannschaft hat schnell reagiert und unsere Kampfsysteme aktiviert. Unsere experimentellen Schilde haben tapfer gehalten. Nach einigen Manövern konnten wir die Schilde des feindlichen Schiffs durchdringen und einige perfekt gesetzte Schüsse ans Ziel bringen. Plötzlich kam eine Verhandlungsanfrage über unseren Kommunikator. Die Nachricht lautete, wie zuvor, „Blut oder Münze“. Diesmal aber zu unseren Gunsten. Das Geld haben wir angenommen, jedoch auf einen weiteren Versuch einen Dialog zu starten, wurden wieder Kanonen ausgefahren und wir standen unter Beschuss. Unser Schiff musste sich jetzt verteidigen. Die Raxact haben bis in den Tod gekämpft und wollten nicht locker lassen. Die Plasmakanonen konnten erst die Ruhe finden, nachdem das Insektoidenschiff in einer Explosion untergegangen ist. Schade um die Sturköpfigkeit dieser Rasse, es wäre interessant gewesen mehr über diese Spezies zu erfahren. Jedoch wünsche ich mir andererseits, vom ganzen Herzen, nie wieder mich mit diesen blutrünstigen Insektoiden in dem gleichen Sektor aufzuhalten. Hoffentlich sind nicht alle Aliens in diesem Abschnitt so aggressiv gesinnt, wie die, die wir bislang getroffen haben.

Alle Flug- und Kampfeinlagen geschehen in Echtzeit, genauso, wie die restlichen Tätigkeiten. Im Vergleichs zu Faster Than Light steuert man das Schiff selbst. Entweder in Sonnensystemen mit der Ansicht von oben und der schematischen Darstellung des Schiffs oder aber auch zum Beispiel in einem Asteroidenfeld aus der Vogelperspektive mit den richtigen 3D-Schiffsmodellen.

Die Vielfalt der außerirdischen Völker ist großartig! Die Kommunikation mit diesen läuft sehr unterschiedlich ab. Jede Alienrasse ist auf ihre Art, sowie ihr Verhalten, einzigartig. Die Anordnung dieser in der neu generierten Welt ist jedes Mal unterschiedlich. Es macht sehr viel Spaß auf das Unerwartete zu treffen und sich in The Long Journey Home zurecht zu finden.

Das Ressourcenmanagement und dessen Knappheit

Logbuch des Captains, dritter Kontakt: Überraschende Wendung: auf unserem Weg zwischen den Sternen haben wir eine Service-Station entdeckt. Die Entrope sind sehr hilfsbereit und für die passenden Credits reparierten sie das Schiff. Wir konnten noch vollständig unsere Systeme mit Energie und Wasserstoff auftanken. Beim nächsten Besuch der Station sollten wir unbedingt unsere Kapsel mit weiteren Modulen ausrüsten. Nach dem letzten Ausflug ist uns ein Missgeschick oder eher ein unglücklicher Unfall passiert. Unsere Bohrer und Filter sind während der Landung beschädigt worden, so dass die betroffene Systeme nicht mit voller Kapazität arbeiten können. Das verhindert, dass wir die Vorräte an wertvollen Metallen auf den Planeten aufstocken können. Ich weiß nicht, wie lange wir durchhalten. Das aus dem Deal mit Ilitza gewonnenes Geld konnte jetzt eingesetzt werden und somit kommen wir zumindest für die nächste Zeit aus. Die Entropen sind zwar eine sehr hilfsbereite Spezies, jedoch ergaben sich Probleme, sobald man sich über andere Themen zu unterhalten versuchte. Die roboterartigen Wesen haben uns angefangen komplett zu ignorieren, sobald sich die Unterhaltung über ihre Dienste hinweg bewegt hat. Uns blieb nichts anderes am Ende, als die Station zu verlassen.

Wir müssen dringend einen Zwischenstopp auf einem unbekannten Planeten wagen. Die Umlaufbahn ist sehr gefährlich und die Landemöglichkeiten für unseren Erkundungslander sind nicht optimal. Jedoch sind wir auf diese Mission angewiesen. Während des Eintritts in die Atmosphäre bemerken wir noch einen Wrack, welches noch als eine Landeplattform dienen kann. Wir wagen es da anzudocken. Zu unserer Überraschung entdecken wir eine außerirdische Technologie an Board und bergen diese. Während weiterer Untersuchungen der Oberfläche des Planeten erscheint uns ein Vorkommen des Lebenswichtigen Treibstoffs in der Nähe unserer Landezone. Dank unseres geschickten Piloten können wir noch die Systeme auftanken und sobald unserer Lander an unser Schiff angedockt ist, ergibt sich die Möglichkeit die Umlaufbahn des Planeten zu verlassen. Unser Ingenieur schafft es das geborgene Teil des außerirdischen Wracks zu analysieren und nützliche Rohmaterialien zur Reparatur der äußeren Hülle zu nutzen.

…Asteroidenfeld. Jede falsche Bewegung kostet uns Treibstoff und bedeutet Beschädigungen an unseren Systemen. Aus einigen Meteoriten können wir dank unserer Waffensysteme einiges an raren Materialien gewinnen. Die neue Ladung verhilft uns die Sprungsysteme zu starten und in das nächste System zu springen.

Das Landemodul kommt oft zum Einsatz auf den Oberflächen der Planeten

Die Ressourcen gehen oft zur neige. Man muss stark auf die Treibstoff- und die Schildanzeige achten, um nicht in kurzer Zeit drauf zu gehen. Die nötigen Materialien kann man auf den Oberflächen der Planeten mit einem Lander sammeln. Das heißt man fliegt die Kapsel selbst zur Oberfläche und versucht diese schonend zu landen. Danach beginnt man die Bohrung und das Bergen der wertvollen Rohstoffe für die Reparaturen der Hülle und zum Befüllen des Tanks. Diese Missionen sind oft gefährlich, da sich die Gravitation und die klimatischen Bedingungen auf vielen Planeten, auf denen ich war, stark auf die Flug- und Manövrierfähigkeit der Landeeinheit auswirkten. Es gibt sehr viele kleine und feine Details, wie zum Beispiel die Verunreinigungen der Filtersysteme, welche sich erneut auf den Treibstoffverbrauch des Landemoduls auswirken. Der Bohrer kann während einer harten Landung beschädigt werden, was sich wiederum suboptimal auf die Beschaffung der Materialien aus den Tiefen der Planeten auswirkt. Der kleine Lander hat, wie das große Schiff, eine eigenständige Anzeige für den Zustand der Außenhülle und den Treibstoff. Ebenfalls gibt es unterschiedliche Gerätschaften an Bord, die sich durch äußerliche Einwirkung beeinflussen lassen.

Durch Handel mit den außerirdischen Rassen kann man sich zwischendurch mit neuen Modulen behelfen oder auch das Schiff reparieren und auftanken lassen. Alles kostet Credits. Für die Sprünge zwischen den Sektoren wird auch eine Gebühr, die kontinuierlich steigt, erhoben. Nach der Bezahlung wird das Sternportal aktiviert und man darf da durchfliegen. Je nachdem, wie die Beziehung zu der einen oder anderen Spezies ist, wirkt sich das auf die Gespräche und Preise der angebotenen Produkte aus.

Ansonsten ist das Ressourcenmanagement nicht allzu überladen gestaltet. Es gibt insgesamt drei wichtige Rohstoffkategorien: grün, grau und blau. Alle Stoffe haben natürlich richtige chemische Bezeichnungen für Wasserstoff, Kupfer oder Silizium und so weiter. Das Vorkommen dieser hängt auch von den Planetentypen ab. Ein Gasriese hat zum Beispiel große Wasserstoffvorkommen, welche sich mit dem Landemodul in der Atmosphäre des Planeten einsammeln lassen. Um an die Metalle ranzukommen muss man den Lander sicher an die Oberfläche bringen und die Substanzen mit dem Bohrer aus der Tiefe befördern. Die Stoffe der grünen Kategorie tanken den EM-Antrieb auf, um weiterhin die Sprünge zwischen den Sonnensystemen innerhalb einer Galaxie zu ermöglichen, die der Grauen sind für die Reparaturen der Außenhülle und der Blauen zum Auftanken des normalen Antriebs und zur Versorgung der lebenswichtigen Systeme mit Energie notwendig.

Andocken an einer Reparaturstation

Die Gefahren im Weltall

Logbuch des Captains, verlassenes Wrack: Auf unserem Radar ist ein unbekanntes Wrack erschienen. Dieses leblose und unbekannte Schiff müssen wir untersuchen. An Bord des Schiffes sind wir auf eine Hologrammwerbung gestoßen. Die Koordinaten zu einem Alienvergnügungshaus. Was es nicht alles in dieser Galaxie gibt. Wir haben die Koordinaten gespeichert und in unsere Datenbank eingetragen. Zu Forschungszwecken statten wir der Station mal einen Besuch ab…

Gute Nachrichten! Wir konnten heilende Naniten bergen. Diese kleinen Biester haben unserem Ingenieuren geholfen. Während einer gefährlichen Mission in einer Umlaufbahn des Planeten, hat sie sich schwere Verbrennungen hinzugezogen. Nach der Behandlung sind die Verletzungen komplett ohne Narben verschwunden. Ich frage mich, ob wir öfter Glück haben werden, weitere hilfreiche Utensilien auf unserem Weg zu finden. Bislang war die Reise nicht sehr positiv gestimmt. Den gebrochenen Arm unseres Astronauten konnten wir bislang nicht vernünftig behandeln.

Während unseres heutigen Ausflugs zum eisigen Planeten ist der Lander komplett zerstört worden. Glücklicherweise war er mit einer Rettungskapsel ausgestattet und unser Ingenieur ist heil ans Bord zurückgekommen. Jetzt müssen wir ausreichend Rohstoffe finden, um neue Landeeinheit zu bauen.

Jedes Crewmitglied kann bis zu fünf Verletzungen erleiden, bevor dieses dann ins digitale Gras beißt. Jede Verletzung ist unter dem Bildchen des jeweiligen Charakters deutlich verzeichnet. Diese können den gewöhnlichen Gehirnerschütterungen, schweren Verbrennungen, anderen Verletzungen und Krankheiten ausgesetzt werden. Die nötige medizinische Verpflegung findet man auf verlassenen Schiffen oder durch den zufälligen Handel mit den Aliens. Meistens existieren auch Stationen, wo man andocken und die nötigen Materialien besorgen oder Reparaturen durchführen kann. Da jede neue Mission in einer zufallsgenerierten Welt abläuft, kann man sehr viel Pech auf dem Weg nach Hause haben, was in manchen Fällen sehr frustrierend ausfallen kann.

…Das wird wohl mein letzter Eintrag in das Logbuch sein. Unser Treibstoffvorrat ist leer, die Systeme laufen auf letzten Reserven. Die Luft geht aus. Unsere Heimat werden wir wohl nicht mehr sehen…

Die Verstorbenen bekommen eine ehrenvolle Weltraumbestattung

Der Abspann

Stilistisch gesehen bietet The Long Journey Home liebevoll gestaltete Galaxien und Völker mit eigener Identität. Das Spiel verfolgt keine realitätsnahe Darstellung der Charaktere, sondern setzt auf eine einzigartige und charmante äußere Erscheinung dieser. Die Vielfalt und die Eigenschaften der Planeten fallen sehr positiv auf. Alle Dialoge und Missionen werden in Textform abgehalten, es gibt keine Vertonung. Jeder Liebhaber der Science-Fiction-Star-Trek-Master-Of-Orion-Rogue-Like-mit-realistischem-Flugverhalten-Spiele sollte diesen Titel unbedingt ausprobieren. Empfohlen ist es unbedingt dabei die Uniform der Föderation und das Durchhaltevermögen eines Sternenflottenakademieabsolventen mitzubringen. The Long Journey Home bietet viele Stunden Unterhaltung und Abwechslung auf dem Weg nach Hause.

Getestet wurde die Steam-Version des Spiels. Bugs oder Probleme mit der Performance sind nicht aufgefallen.

Fazit

Danke an Daedalic, dass sie sich trauen, solche Projekte zu unterstützen und zu veröffentlichen. Das Spiel The Long Journey Home ist für jeden Fan der Science Fiction großartig. Es erinnert mich stark an die Serie Star Trek Voyager. Ähnlich dem Captain der Voyager versucht man trotz der vielen Gefahren seine eigene Crew sicher nach Hause zu bringen. Wer sich nicht von der schweren Lernkurve und der Steuerung sträubt, sollte unbedingt das Spiel ausprobieren. Es bietet viele Stunden der Unterhaltung und der Entdeckungsneugier. Mit dem zuletzt veröffentlichten Patch gibt es auch einen leichteren Schwierigkeitsgrad (Story-Modus), welcher es ermöglicht, das Spiel besser kennen zulernen. Die zufallsgenerierte Welt und die große Vielfalt an Zufallsereignissen und viele Kombinationen, wie man die Crew und die Ausstattung zum Start des Spiels auswählt, werden noch lange Inhalte für die Weltallbegeisterten bieten. Schwer fällt mir allerdings mehr positive und negative Aspekte des Spiels auszuarbeiten, da viele Punkte an dieser Stelle sehr subjektiv ausfallen würden.
Positiv
  • Zufallsgenerierte Welt
  • Zufälliger Ablauf der Missionen
  • Viel Liebe zum Detail
  • Vielfalt und Verhalten der außerirdischen Völker
  • Detailreiche Dialoge...
Negativ
  • Steuerung
  • Schwierige Lernkurve für Anfänger
  • ...jedoch ohne jegliche Vertonung dieser
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