Bald keine Spiele mit illegal geknacktem Kopierschutz mehr?

Ein großer Nachteil von Spielen für den Computer im Vergleich zu denen für Konsole ist, […]

Ein großer Nachteil von Spielen für den Computer im Vergleich zu denen für Konsole ist, dass wenige Zeit nach Veröffentlichung eines neuen Titels bereits Cracks angeboten werden, um den Kopierschutz zu umgehen. Die finanziellen Einbußen, die durch Cracker-Gruppen für Entwickler entstehen, liegen häufig noch über den tatsächlichen Einnahmen. Es gibt verschiedenste Ansätze, den Kopierschutz so effizient zu gestalten, dass das Spiel nicht gecrackt werden kann. Bisher hat noch keiner die nötige Wirkung erzielt, sondern in einigen Fällen sogar eher ehrliche Käufer in der Nutzung des Produkts eingeschränkt.

Diese Entwicklung scheint nun allerdings gestoppt zu werden: die Gründerin der chinesischen Cracker-Gruppe 3DM verkündete auf dem Blog TorrentFreak, dass die Verschlüsselungstechnik sich derart weiterentwickelt hat, dass bei einer weiteren Entwicklung im gleichen Tempo in ein paar Jahren keine Cracks mehr möglich sein werden. Bis heute haben 3DM es schon nicht geschafft, Spiele wie FiFa 16 oder Just Cause 3 zu knacken – die letzte Stufe der Verschlüsselung sei zu schwer.

Grund dafür ist der Einsatz einer neuen Version des Kopierschutzes Denuvo. Zwar kam Denuvo auch bereits bei Metal Gear Solid V zum Einsatz, aber in einer älteren Version, die noch Lücken aufwies, welche nun geschlossen sind. Denuvo ist kein DRM-Schutz per se, sondern verwendet ein als „Anti-Tamper“ bezeichnetes Prinzip, das in erster Linie verhindert, dass ein bestehender Kopierschutz wie beispielsweise von Steam nicht umgangen wird. Anders als bereits gängige DRM-Software soll Denuvo für den Nutzer nicht auffällig sein.

Für Entwickler muss insbesondere das Statement von 3DM, einer der größten Cracker-Gruppen, Musik in den Ohren sein. Der Nachteil liegt leider noch darin, dass Denuvo sehr kostspielig ist und deshalb erst bei wenigen AAA-Titeln in Verwendung ist. Mit der Aussicht auf crackfreie Spiele könnte sich das aber in Zukunft ändern.

Quelle: heise

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