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Gamescom: Frische Updates für Warhammer Vermintide II und Warhammer 40.000 Darktide 

oder auch “Warum liegen hier so viele alte Xbox Spiele rum?”

David Hahn · 31. August 2023

Da saß ich nun mit meinem Kollegen Anton und zwei weiteren Journalisten bei Fatshark. Vor mir vier Tower und ein TV-Bildschirm mit angeschlossenem Laptop. Neben mir ein Stapel Xbox One Versionen von Warhammer Vermintide, die mich mehr beschäftigt haben, als sie sollten. Warum war es das erste Vermintide? Warum die Xbox One Version? Warum dieser ganze Stapel? Ist es nur Deko? Aber vor allem: Soll ich jetzt nachfragen oder nicht? Diese Fragen schossen mir immer wieder durch den Kopf, aber ich sollte während unseres Termins nicht den richtigen Zeitpunkt erwischen, um sie zu stellen. Weshalb ich wohl jetzt mit den schlaflosen Nächten leben muss … Immerhin bekam ich einen kleinen Ventilator in die Hand gedrückt. Hitze war also wenigstens kein Faktor, der mich zusätzlich ablenkte.

Los ging’s mit Warhammer: Vermintide II. Richtig gelesen. Das Spiel von 2018 bekommt weiterhin fleißig Updates, trotz des Erscheinens des Quasinachfolgers Warhammer 40K: Darktide. Nachvollziehbar ist es allerdings schon. Vermintide II ist immerhin das bisher erfolgreichste Spiel von Fatshark, welches immer noch eine ausreichende Spielerzahl hat. Außerdem wechselt Darktide das Setting von Dark Fantasy zu Grim Dark Science Fantasy. Warum also nicht?

So sieht die gute Sienna nach ihrer nekromantischen Schönheitskur aus

Warhammer: Vermitide II erhält mit dem Update eine neue Premium-Karriere in Form der Nekromantin für die Magierin Sienna Fuegonasus. Man versicherte uns, dass dies mit der Lore von Warhammer konform geht. Ich persönlich hatte Zweifel und äußerte diese auch. Ein Hexenjäger zusammen mit einem Nekromanten? Aber gut, es ist eben ein Multiplayer-Game und Vermintide II spielt kurz vor dem Weltuntergang… da ist wohl eh alles egal.

In der darauffolgenden Demonstration zeigte man uns, dass die Nekromantin … nun ja … Dinge tut, die Nekromanten eben so tun: Skelette beschwören, diese per Befehl auf die Gegner hetzen und entsprechend buffen. Vielleicht könnte das die Klasse sein, die in einer Singleplayer Session die strunzdumme KI der Begleiter kompensieren kann. Letzteres ist ein Problem, das den Entwicklern bewusst ist, welches sie aber noch nicht richtig lösen konnten. Hätte ein Kollege nicht extra nachgehakt, hätte ich aber nicht gedacht, dass Vermintide im Singleplayer ein Ding ist.

Des Weiteren wurde angekündigt, dass Vermintide II weiterhin mit Inhalten versorgt wird. Man hätte einige Pläne, doch man wollte aktuell noch nichts Konkretes preisgeben.

Ganz ehrlich? Vermintide II ist ein tolles Spiel und aus Sicht der Community immer noch das Beste der drei Warhammer Left for Dead-likes. Trotzdem waren wir doch eher auf die Ankündigungen zu Warhammer 40k Darktide gespannt. Immerhin hatte das Spiel seit seinem Release vor acht Monaten doch mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen.

Als ich gefragt wurde, ob ich Darktide schon gespielt hätte, teilte ich mit, dass ich noch auf die Xbox Version warten werde. Mit einem süffisanten Grinsen teilte man mir daraufhin mit, dass es später noch eine gute Neuigkeit für mich gäbe. 

Ziehen wir diese doch einfach mal vor: Darktide wird am 04.10.2023 für die Xbox erscheinen. Wie die PC-Version wird es im Game Pass inklusive sein und darüber hinaus ein Crossplay mit der Steam- sowie der MS Store Version verfügen. Mit letzterer ist auch Cross Save möglich.

Als nächstes wurde uns ausführlich das überarbeitete Klassensystem gezeigt. Es wird je Charakter drei Hauptpfade bieten, jeder mit vielen Knotenpunkten und zusätzlichen Fähigkeiten. Dies ermöglicht es den Spielern, verschiedenen Builds und Strategien auszuprobieren. Die Skillpunkte können jederzeit zurückgesetzt werden und man kann verschiedene Loadouts für jeden Charakter speichern.

Hier sieht man den Anfang des Skill Trees für die Eiferer Klasse

Nach der ausufernden Erklärung durften wir uns endlich an den PC setzen, selbst ein wenig an den Loadouts werkeln und eine Runde wagen. Leider konnte mein Ogryn (die W40K Version eines Ogers) nicht mehr allzu lang die Kultisten mit seinem Heavy Stubber (ein schweres Maschinengewehr) beharken, da offenbar die Erklärung des neuen Klassensystems zu lang gewesen war. Schade.

Präsentation zu Ende, Warhammer-Socken in die Hand gedrückt bekommen (ich bestand auf die pinken 40K Socken!) und allein gelassen mit der Frage, was der große Stapel Vermintide I da zu suchen hatte.

Wir durften hinterher noch ein paar Interview Fragen mit der Kamera stellen … aber natürlich habe ich auch diese letzte Chance nicht genutzt, um dieses mich um den Verstand bringende Geheimnis zu lüften. Autsch!

Darktide ist der Beweis: Nicht nur Space Marines können ihre Gegner zum zerspratzen bringen!