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Gamescom Preview: Cross Blitz

Rogue-Lite alacarte

David Hahn · 9. September 2023

Habt ihr euch immer gefragt, wie das Kind aus einer Orgie von Shantae, Hearthstone, Yu-Gi-Oh, gewissen Rogue-Lites und Deckbuildern aussehen könnte? Cross Blitz, entwickelt von Tako Boy Studios, liefert euch eine Antwort (und ja, ich weiß, dass das biologisch so nicht funktionieren kann!).

Wer bereits Hearthstone oder generell Trading Card Games gespielt hat, kennt bereits die Grundformel: Zwei Seiten bilden ein Deck mit Karten verschiedener Typen, Werte und Effekte. Mittels Mana spielt man Karten aus, und man versucht die Lebenspunkte des Gegners auf Null zu reduzieren, bevor er das gleiche mit dir macht.

Pirat Rigbeak marschiert zusammen mit seiner Crew über eine farbenfrohe Pixelkarte (Umgebungskarte … nicht Spielkarte), begleitet von wunderschöner Musik, die aus einem 16-Bit Rollenspiel stammen könnte.

Wie bei Slay the Spire kann man verschiedene Routen einschlagen. Dabei trifft man entweder auf einen Gegner und es kommt zum Kampf, oder man kommt in ein Laden, wo man Karten kaufen (bzw. Piraten anheuern) kann oder trifft auf ein Relikt, das dir Boni gibt.

Ich denke, mein Yu-Gi-Oh Vergleich kommt hauptsächlich wegen den Aufbau des Spielfelds….

Mit Kampf ist wenig überraschend ein Kartenduell gemeint. Man startet mit einem Deck aus drei Handkarten, zieht eine Karte und spielt Karten, wenn das Mana reicht. Typische Trading Card Mechanik also. Das funktioniert wie bei Hearthstone. Man beginnt mit einem maximalen Mana und jede Runde steigert sich dieses um eins. Die größte Besonderheit ist hier die Kampfphase, die Blitz genannt wird und dem Spiel auch den Titel verleiht. Jede Kreaturen-Karte, hier passenderweise Pirat genannt, die angreifen kann, macht dies auch, ob man will oder nicht. Das Feld ist dabei vier Karten breit und besteht aus zwei Reihen. Deine Piraten greifen immer die gegenüberliegende Reihe des Gegners an. Hat er dort selbst eine Kreatur, machen sich beide gegenseitig Schaden. Sind keine Piratenkarten in der Reihe, geht’s an die Lebenspunkte der Spieler. Wie bei Spielen wie Magic the Gathering haben Piraten einen Schadens- und Lebenspunkte-Wert. Anders ist, dass diese nach Ende des Kampfes nicht ihre verlorenen Lebenspunkte regenerieren. Dadurch werden die Kämpfe angenehm beschleunigt, was dem Rogue-lite Spielprinzip zugutekommt.

Nach jedem gewonnenen Kampf gibt es eine neue Karte und am Ende wartet ein besonders starker Boss.

Neben den genannten Piraten gibt es natürlich auch andere Kartentypen

Das fertige Spiel soll über 200 Karten beinhalten und im Rahmen des Rogue-lite Modus Tusk Tales eine längere Story-Kampagne bieten.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass die Matches schnell sind und Spaß machen. Ich bin auch von der Präsentation sehr angetan: Tolle, charmante Pixelgrafik in 16-Bit Stil und mit einem Charakterdesign, das mich wohlig an Shantae erinnert (liegt wohl daran, dass in beiden Piraten sind) und ein Soundtrack, der mich an alte JRPG erinnert! Grundsätzlich sind Trading Card und Rogue-lites nun überrepräsentiert, aber ich denke, jeder Fan von Slay the Spire oder die, die gerne mal ein Spiel wie Hearthstone und Co. zwischendurch in Ruhe allein spielen möchten, werden auf ihre Kosten kommen!