Die neue Gamescom “Opening Night Live” Show brachte uns ein neues eigenartiges Kapitel in der langen Liebesgeschichte zwischen Geoff Keighley und Hideo Kojima, einige Preisverleihungen und eine handvoll interessanter Neuankündigungen.

Doch die, die mich wirklich zur Begeisterung brachte, ist Kerbal Space Program 2.

Das erste Kerbal Space Program ist ein interessantes und eigenartiges Phänomen. Nebst Minecraft ein Vorreiter des “Early Access” Modells, dass sich schon zwischen dem ersten öffentlichen Build 2011 und der Vollversion in 2015 tausendfach verkauft hatte und nebst einem Enginewechsel bis zuletzt im Mai noch offizielle Erweiterungen erhielt, inklusive offizieller Unterstützung von Nasa sowie daneben noch Hunderten von Mods.
Ein Raketenbau und Weltraumflugsimulator, der sich zwar nicht ganz so ernst nimmt, aber ernst genug das viele viele Menschen mehr über Astrophysik gelernt haben als sie je geglaubt hätten, und sich durch viele Stunden voller katastrophalen und urkomischen Explosionen gekämpft haben, um den Mond…ich mein, Mun zu erreichen.
Zumindest weiß ich jetzt was Periapsis und Apoapsis sind…glaube ich.

Kerbal Space Program 2 holt einen neuen Entwickler ins Boot, Star.Theory, vielleicht bekannt durch Monday Night Combat. Und nebst einen hübscheren Look und neuen Bauteilen für noch effizientere/absurde Weltraumvehikel macht man es sich zum Ziel, es sowohl Anfängern etwas einfacher zu machen, als auch Profis neue Herausforderungen zu bieten.

Um den Einstieg in die explosive Welt der Raketenwissenschaft zu erleichtern, soll KSP 2 neue umfangreiche Tutorials bieten (etwas das beim Vorgänger für die längste Zeit durch Recherche auf Fan Wikis und Youtube Videos erlernt werden musste) und ein neues HUD, das viele Funktionen die vorher durch Hotkeys versteckt waren sichtbar machen will und zusätzliche Anzeigen zur Navigationshilfe bietet.
Ebenfalls wurde der Raketen- und Raumschiff-Bau mit einigen Features nachgebessert wie Filter- und Gruppierbaren Bauelementen sowie einer Blaupausen-Ansicht, die es einfacher machen soll Bauteile exakt zu platzieren.

Wenn man dann mal soweit ist das die eigens designten Raketen aufhören zu explodieren, bietet KSP 2 mehr Möglichkeiten den Weltraum zu erobern. So kann man nun auch Mondbasen und Weltraumkolonien bauen, die mit ihren eigenen Herausforderungen und Potenzial für witzige Unfälle kommen. Offensichtlich soll dies ein großer Bestandteil des Spiel werden und neben möglichkeiten, gestrandeten Kerbals ein Zuhause zu bieten, sollen solche Basen auch helfen, tiefer in den Weltraum vorzudringen. Denn auch ausserhalb der Erde…ich meine Kerbal lassen sich nun Startbahnen und Startplattformen bauen.

Selbst Raumstationen lassen sich nun zu Weltraum-Werften ausbauen, um massive Raumschiffe in der Schwerelosigkeit zu bauen.
Das ist nötig um eine weitere Neuerung in KSP zu erkunden. Profi-Raketenwissenschaftler können nun das Kerbal-eigene Solarsystem verlassen und Interstellare Reisen unternehmen. Dies braucht gigantische Schiffe und neue Antriebstechniken wie zum Beispiel den nuklearen Pulsantrieb, das die Schockwellen von Atombomben verwendet, um Raumschiffe zu beschleunigen und ein echtes Konzept ist, über das echte Wissenschaftler nachgedacht haben.
Und da solche Reisen viele viele Jahre dauern, hat man auch die Steuerung der Spielgeschwindigkeit entsprechend angepasst.

Mit solchen Ambitionen und einer hoffentlich bleibend starken Community scheint das Kerbal Weltraumprogramm für viele weitere Jahre gesichert. Hoffen wir nur, das KSP 2 nicht schon gleich zum Start in sich zusammenfällt wie so viele Raketen die darin gebaut werden…

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