Ich fühle mich immer noch etwas schuldig, das mir bei der Frage nach anderen Fraktionen in Warhammer 40,000: Mechanicus nichts besseres eingefallen ist als Space Marines. Es ist halt nunmal das, was einem als erstes einfällt, wenn man an Warhammer 40k denkt. Ich weiß das, jeder andere Spiel weiß es und auch Bulwark Studios weiß das. Vermutlich sind sie es leide, daher ist es Zeit für neue Helden im Imperium. Genau deswegen geht es in Warhammer 40,000:  Mechanicus zu 100% um die sogenannten Adeptus Mechanicus, Techno Priester, die nichts lieber tun als ihre eigenen Körper mit aller Art von oftmals fragwürdiger Technik aufzuwerten.

In diesem Story-intensiven Strategiespiel übernimmt man die Rolle von Magos Dominus Faustinius, der die Expedition zu einem neu entdeckten Planeten anführt. Aber wie es so mit Technikfreaks ist, drückt irgendwer auf einen falschen Knopf und erweckt Necrons. Glücklicherweise findet diese Wiedererweckung zunächst nur langsam statt, was den Technopriestern Zeit gibt sich auf die große Offensive vorzubereiten und jede Menge Loot aufzusammeln.

Dennoch ist man als Spieler an ein hartes Zeitlimit gebunden, ähnlich wie in XCOM 2, jedoch mit dem Unterschied das man hier das Ultimatum nicht aufschieben kann. Laut Entwickler wird man in einem Spiel nur etwa 30 der derzeit geplanten 55 Missionen spielen können. Entsprechend sorgt dies aber auch für Wiederspielwert, nicht zuletzt weil viele der Blaupausen, die das Herstellen von neuen Waffen, Rüstungen und Weiterem erlauben, oftmals an spezielle Missionen gebunden sind.

Das selbe gilt für Hintergrunddetails der Story des Spiels, auch wenn dank dialoglastiger Zwischensequenzen es an selbiger wohl nicht mangeln wird. Für Hardcore Warhammer Fans vielleicht interessant: Die Story wird von Ben Counter geschrieben, Autor der “Black Library”.

Im Spiel selbst ist man zusammen mit drei anderen Techpriestern unterwegs, die man nicht nur mit Skills und Gegenständen upgraden kann, sondern auch zum Beispiel zusätzliche mechanische Gliedmaßen geben kann, um noch mehr Waffen zu halten. Und auch wenn diese vier Charaktere, zusammen mit diversen optionalen Truppentypen, die wir freundlicherweise jetzt nicht Kanonenfutter nennen, in Missionen das zeitliche segnen können, ist dies, Technik sei Dank, kein permanenter Zustand. Da das Gehirn der Techpriester, mitsamt erlernter Skills, gespeichert wird, ist Wiederbelebung nur eine Frage von wortwörtlichem Körperbau.

Stolz ist man bei Bulwark auch auf das Achievement-System: Typische Achievement-Aufgaben schalten im Spiel diverse “Gebete” frei, von denen bis zu drei per Mission verwendet werden können und diverse zusätzliche Boni geben.

Die rundenbasierten Kämpfe im Spiel sind eine sehr taktische und etwas klaustrophobische Angelegenheit, die umso überlegtere Vorgehensweisen erfordern. Vorallem zum Beginn von Kämpfen ist dies wichtig, da man die eigenen Truppen nur nach und nach als Verstärkung aufs Spielfeld holen kann.

Ebenfalls wichtig ist das Managen von “Cognition” Punkten. Diese werden aus einen begrenzten gemeinsamen Pool aller Truppen gezogen und erlauben neben der Möglichkeit, sich weiter als den maximalen Bewegungsradius zu bewegen auch den Einsatz bestimmter Skills und müssen entweder an speziellen Türmen oder durch das Vernichten von Gegnern verdient werden.

Also ja, es gibt viel zu tun und passend zu den Adeptus Mechanicus, viele Mechaniken zu meistern. Mit der Vielzahl an Warhammer 40k Titeln ist es überraschend schwer, aus der Masse herauszustechen, aber für Warhammer 40,000: Mechanicus sprechen diverse Gameplay Eigenheiten und der Mangel an Space Marines.

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