Kennst Du Warframe?

Seit drei Jahren machen die Weltraumninjas der Tenno-Kaste den Weltraum mit ihren aberwitzigen Stunts unsicher. Kennst Du Warframe?

  • Skurrill anmutendes dystopisches Science-Fiction-Setting ✓
  • Laser, Knarren, Raumschiffe ✓
  • Genmodifizierte degenerierte Antagonisten ✓
  • Kampfroboter ✓
  • Horden infizierter Feinde ✓
  • Verfolgungsjagden im Vakuum des Weltalls ✓
  • Bullet Time ✓
  • WELTRAUM-NINJAS MIT RIESIGEM ARSENAL UND GEILEN MOVES! ✓✓✓

Anlässlich der gerade stattfindenden TennoCon in Canada wollte ich die Gelegenheit nutzen und euch eine meiner alten Geliebten vorzustellen, Warframe. Dabei handelt es sich um einen Free2Play-Actiontitel vom Studio Digital Extremes, der an jeder Ecke und Kante auf der Rule of Cool aufbaut. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über einen antiken Krieger der Tenno-Kaste, der von der mysteriösen Lotus (vertont durch Community-Managerin Rebecca Ford) wiedererweckt wurde, um die Galaxis zu retten Ärsche zu treten.

Schnell werden die Grundlagen, ein verwegener geiler futuristischer Ninja zu sein, vermittelt und es geht ans Schnetzeln, Ballern, Walljumpen, Shurikenwerfen, Stealthkillen, Raketenwerferabfeuern und was der interstellare Shinobi sonst noch so zu tun hat. Warframe überzeugt ungemein durch seine flüssigen Abläufe und Animationen und das trägt stark dazu bei, ein Gefühl von FUCK YEAH! aufzubauen. An die Wand springen, dabei aus zwei Maschinenpistolen ballern, runterspringen, mit dem Schwert einen Marine in Stücke zerteilen, weiterrennen, auf den Kniekappen sliden, dabei schießen und das Schwert schwingen – all das fühlt sich organisch und glaubwürdig an. So stelle ich mir in der Tat einen Weltraum-Ninja vor.

Im Übrigen sind nicht alle Tenno gleich: Es gibt im Augenblick 29 verschiedene Rüstungen (Warframes), von denen viele noch in der verbesserten Prime-Ausführung verfügbar sind, die alle vier kreative und gut eingebundene Fähigkeiten besitzen. So lässt sich die Rolle eines Spielers in der Gruppe gut anhand seines Warframes ablesen: Trinity heilt, Rhino tankt, Loki tarnt sich und betreibt Crowd Control. Was das Design angeht, sind die Rüstungen großartig, passen perfekt in die etwas verdrehte Ästhetik der ganzen Spielwelt und lassen sich durch Farben oder Anhängsel optisch anpassen.

Doch leider muss ich der Begeisterung an dieser Stelle einen Dämpfer verpassen. Ja, das Arsenal von Warframe ist beispiellos gewaltig und kreativ. Das verdanken wir den sehr aktiven Entwicklern, die regelmäßig das Spiel mit Content am Leben halten. Neben Klassikern wie Schwertern, Gewehren und Shuriken gibt es noch exotischere Mordwerkzeuge (insgesamt über 50 Stück plus Varianten) wie Bergbaulaser, elektromagnetische Bögen, zielsuchende Raketenwerfer und die Archwings, Vorrichtungen die es den Tennos ermöglichen, wie ein Jäger durch das All zu sausen und effektiv einen Dogfight-Modus zu spielen. Das alles kommt zu einem hohen Preis: Echtgeld oder Grind bis zum Umfallen. Für Gelegenheitsninjas dürften die Ressourcenanforderungen von Endgame-Ausrüstung schlichtweg zu hoch sein, entschlossene Tennos müssen in Kauf nehmen, viele Missionen und Bosse repetitiv abzufarmen, um geringe Dropraten für seltene Materialien oder Blaupausen zu kompensieren.

Warframe spielt sich in erster Linie alleine oder im Coop mit bis zu drei anderen Spielern. Die Missionen sind mit unter 15 Minuten für gewöhnlich kurz und knackig, wobei besonders hochstufige Einsätze mit offenem Ende kommen. Ein PvP-Modus existiert auch, doch dieser ist aus Balancing-Gründen auf eine ausgewählte Menge Warframes und Waffen reduziert. Man spürt auch ganz klar, dass es sich dabei nicht um den Kernmodus des Spiels handelt.

Seit seiner ersten offenen Beta vor über drei Jahren hat Warframe eine erstaunliche und vorbildliche Entwicklung durchgemacht. Laufend wird neuer Content nachgepflegt und Digital Extremes scheuen auch nicht, alte Inhalte aufzufrischen. So wurden im Laufe der Jahre mehrere Missionstypen und sogar das Bewegungssystem von Grund auf erneuert. Wermutstropfen ist, wie so oft im Free2Play, der hohe Bedarf an Grind. Interessant ist jedoch, dass die Echtgeldwährung (Platinum) in die Ökonomie eingepflegt wurde, sodass Spieler diese völlig frei handeln können.

Warframe ist kostenlos für PC (wahlweise auch über Steam), Xbox One und PS4 erhältlich.

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