Test – Microsoft Surface 2

In den letzen zwei Wochen hatten wir die Gelegenheit, Microsofts Surface 2 testen zu können. […]

In den letzen zwei Wochen hatten wir die Gelegenheit, Microsofts Surface 2 testen zu können. Dabei handelt es sich um das Tablet Line-Up des Windows-Herstellers. Ob es das Windows Tablet in Puncto Benutzerfreundlichkeit, Umfang und Design mit dem direkten Konkurrenten von Apple aufnehmen kann, lest ihr in unserer neuen Review.

Der Tablet-Markt boomt. Das ist nichts neues. Seit Apple das iPad im Jahre 2010 vorstelltet, wurde mal wieder der ganze Markt umgekrempelt. Genau wie im Jahr 2007 es mit dem iPhone der Fall war. Alle wollten eines diese ominösen Smartphones haben, von denen alle sprechen. Genau so war es dann auch mit dem iPad. Kaum war es im freien Handel erhältlich, war die Nachfrage dermaßen groß, dass auch andere, mehr oder minder, namhafte Hersteller ihrer Vision des extrem flachen und mobilen Heimcomputers vorstellten. Natürlich konnte sich Microsoft diese Möglichkeit nicht entgehen lassen. Auch wenn es erst rund zwei Jahre später der Fall war.

Ausstattung

© Microsoft

Microsoft entschied sich in der Wahl des Betriebsystems aber anders als der iPhone-Hersteller. Apple verwendet für ihre mobilen Plattformen, ein auf Unix basierendes System namens iOS, die Redmonder hingegen eine auf Tablets abgestimmte Version von Windows 8.1 mit dem Namenszusatz RT. Der Vorteil liegt auf der Hand. Während man bei iOS nur die mobile Ansicht aller Apps hat, ist es beim Surface auch möglich auf den gewohnten Desktop zu wechseln, um beispielsweise die Vollversionen des vorinstallierten Microsoft Office zu verwenden oder auf den Taskmanager zu zugreifen. Ein weiterer Vorteil des Surface ist der eingebaute USB-Port. An ihm können neben gewöhnlichen Sticks auch Geräte wie Kameras oder Drucker angeschlossen werden. Apple hingegen verwendet nur einen so genanten Lightning-Port, der das übertragen von Daten und das aufladen des Akkus ermöglicht. Möchte man vom Gerät aus drucken, so muss man übereignen „AirPrint“ kompatibleren Drucker verfügen. Desweiteren verfügt das Surface 2 über eine MicroSD-Kartenleser (etwas versteckt) und über eine standart Audioeinganng für Kopfhörer.

© Microsoft

In einem Punkt ähneln sich die beiden Kontrahenten allerdings sehr. Die Flut an vorinstallierten Apps ist groß. Natürlich kann auch hier Microsoft Dank ihrer vielen und verbreiteten Programme wie Office, Skype und den Xbox Apps wie Xbox Music (inklusive kostenlosen Werbeunterstützung Radio) und Xbox Video punkten. Außerdem haben eingefleischte Windows-User eh einen Microsoft-Account, um all diese Dienste nutzen zu können. Davon ab ist diese kostenlose Mitgliedschaft der Schlüssel zu vielen Funktionen wie OneNote, OneDrive oder den Kontakten aus Outlook.

Optional kann man sich beim Surface für zwei verschieden Schutzhüllen entscheiden. Dem günstigen Standardcover, zum Schutz des Displays, oder aber dem rund 100 Euro teurem und gerade einmal drei Millimeter dicken Touch Cover, welches über eine vollwertige Tastatur (inklusive Hintergrundbeleuchtung) und Trackpad verfügt. Auch in der Kachelansicht kann man so optimal arbeiten und jede App aus dem Windows Store wird unterstützt.

Dank des USB-Ports, des Kartenlesers und des TypeCovers steht es zu Anfang 1:0 für das Surface.

Design

© Microsoft

Man sollte meinen hier hätte das iPad von Apple die Nase vorn, aber denkste. Ähnlich wie beim iPad, wird das Chassis des Surface aus einem einzigen Block Aluminium gefräst und fühlt sich sehr wertig an. Generell dominieren die beiden Materialien Aluminium und Glas. Eine andere Komponente sieht man Surface nicht. Besonderer Clou, welches das Microsoft Tablet vom iPad abhebt, ist der eingebaute Standfuß. Damit könnt ihr das Gerät einfach vertikal auf den Tisch stellen und es steht sicher. Beim iPad benötigt man für diese Funktion ein separates Cover, welches diese „Funktion“ unterstütz.

Das Surface kommt von Haus aus mit Haptikfeedback. Drückt ihr den Homebutton (Windows-Logo am unteren Rand des Geräts) vibriert das Tablet leicht und zeigt, dass der Befehl auch angenommen worden ist.

Einzig bei der Größe Scheiden sich die Geister. Das Surface 2 verfügt über eine Bildschirmdiagonale von zehn Zoll (das neue Surface 3 Pro sogar über zwölf Zoll), dass iPad hingegen gibt es in zwei Varianten einmal in 8,7 Zoll und als Mini in 7,8 Zoll. Das bedeutet, dass der Punkt in Sachen Mobilität an Apple geht. Ich selbst benutze die kleine Variante des iPads und kann es in Jacken Innentaschen oder Gesäßtaschen von Hosen stecken. Bei einem Zehn Zoll Tablet, wie es das Surface eines ist, wird dies schon etwas schwieriger.

Da sich beide Kontrahent in dieser Kategorie nichts schenke, bekommen beide einen Punkt und es steht 2:1 für das Surface.

Apps

© Microsoft

In Sachen Apps liegen Welten zwischen unseren beiden Fightern. Laut Wikipedia beinhaltete der Windows Store im April 2014 rund 153.000 Apps. Viele davon sind kostenlos aber natürlich gibt es hier ein Verkaufsmodell für kostenpflichtige Programme. Einstiegspreis ist 1,49 Dollar. Apples App Store hingegen kann seit Juni 2014 mit insgesamt 1.200.000 Apps aufwarten. Wie auch bei Microsoft sind viele Programme kostenlos, die günstigsten sind ab 0,89 Euro erhältlich

In diesem Punkt kann Apple durch die Vielfalt an Apps gleichziehen.mdas bedeutet 2:2 Endstand.

Fazit

Auch wenn es zum Schluss unentschieden steht, können die beiden Kontrahenten nicht verschiedener sein. Beim Surface wird schnell klar, dass es sich hierbei um einen kleinen, mehr oder minder, leistungsfähiger PC handelt, welcher die vor eigen Jahren in Mode gekommenen Netbooks ablösen soll. Die klassische Desktop-Ansicht ist ein klarer Beweis dafür. Ihr könnt also nicht nur Apps aus dem Windows Store herunterladen, sondern auch beliebige Software aus dem Netz. Es ist zwar nicht so „handy“ wie ein iPad Mini, aber das Surface will es auch gar nicht sein. Es will Zuhause wie ein vollwertiger PC behandelt werden, vor allem im Zusammenspiel mit Type Cover. Unterwegs in der Bahn, im Bus oder auf Reisen ist das Surface mit seinen zehn Zoll ein wenig sperrig, dafür könnt ihr euch über die Vorzüge eines Tablets bei einer Auflösung von 1080p freuen. Einzige Kritikpunktw sind die Lautsprecher und der interne Speicher. Zwar verfügt das Surface 2 über Stereo-„Boxen“, dreht man diese aber voll auf, merkt man das Stimmen und Musik sehr metallisch klingen, und ich rede gerade nicht von Genre Metal. Hier sehe ich noch etwas potenzial nach oben. Aber schon im 70er Bereich der Lautstärke ist das Surface wirklich passable und befriedigt die täglichen Ansprüche. In Sachen Speicherkapazität muss man damit leben, dass viele Gigabyte an das Betriebssystem verloren gehen. Rund 16 Gigabyte werden dazu verwendet. Greift ihr also zur 32GB-Version des Tablets, bleiben euch nur noch restliche 16GB für Apps und andere Daten. Das ist nun mal der Preis für ein vollwertiges Betriebssystem.

 

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