Gamondo träumt von: „Nintendo NX“ – Teil 1: Die Konsole

In unserem neuen Special möchten wir mit Euch im Episodenformat unsere Träume und Wünsche über […]

In unserem neuen Special möchten wir mit Euch im Episodenformat unsere Träume und Wünsche über etwas künftig Erscheinendes teilen. Einige Mitglieder aus unserer Redaktion nehmen die Tastatur unter die Hände und legen losgelöst von etwaigen Fakten und Spekulationen ihre ganz persönlichen Vorstellungen über die angekündigte Hardware oder Software dar.

Gäbe es ein besseren Einstieg als die Nintendo NX, von der, begonnen beim Namen über den Release bis hin zu deren Exklusivtitel, absolut nichts sicher bekannt ist? Vermutlich nicht. Hier also Teil 1 unseres neuen Specials, in dem wir über die Konsole als solche philosophieren. Im nächsten Teil erwarten Euch dann unsere Fantasien bezüglich des Controllers der Nintendo NX.

 

Chris:

Um darlegen zu können, was meine besonderen Wünsche für die neue Nintendo-Konsole, die 2016 oder 2017 erscheinen soll, sind, muss ich einen kleinen Sprung in meine Vergangenheit mit Nintendo wagen. Begonnen habe ich mit dem SNES von meinem Bruder. Meine Erinnerungen an die Spiele und das Spielgefühl aus der Zeit sind unterschiedlich. Besonders ist mir Killer Instinct in Erinnerung geblieben, das nicht nur mit seinem schwarzen Modul aus der Masse stach, sondern auch aufgrund seiner Brutalität für mich eine unvergleichbare Faszination auslöste. Hört man dann noch als Junge mit einstelligem Alter, dass das Spiel aufgrund der Gewaltdarstellungen „verboten“ sei, so spürt man quasi förmlich, wie das Gehirn einen selbst zwingt, so ein Spiel zu lieben und zu zocken. Warum ich so ausführlich über meine Erfahrung mit Killer Instinct auf dem SNES spreche? Dies spiegelt sehr zutreffend wider, was ich an Nintendos Konsolen schätze und von Anfang an lieben gelernt habe: Etwas Außergewöhnliches, etwas Gewagtes, etwas Innovatives und Neues, das aus der Masse heraussticht wie das schwarze Killer Instinct-Modul unter all den anderen grauen.

Damit will ich nicht sagen, dass nur Nintendo Innovationen und revolutionäre Neuerungen bietet. Aber dieses Gefühl des Unerwarteten, das einen fasziniert und in seinen Bann zieht, gewährte mir Nintendo bislang stärker als die Konkurrenz. Denn sowohl die Nintendo 64 als auch die Gamecube waren für mich etwas Unvergleichliches zur jeweiligen Zeit. Natürlich machte man sich damals noch keine Gedanken über Auflösung, FPS, (verschobene) Release-Daten oder dergleichen. Die Spiele und auch die Konsolen waren irgendwie einfach da. Man hörte zwar auf dem Schulhof des Öfteren mal „ey, es soll ja bald eine neue Nintendo rauskommen“, aber dies waren auch schon die Hauptquellen der Konsolen-News von damals. Das zeigt natürlich, dass das Überraschungspotential deutlich größer ist als in einer Zeit wie der heutigen, in der man innerhalb von gefühlten 18 Sekunden nach Ankündigung erfährt, um wie viel Zentimeter sich der Analog-Stick des neuen Xbox One-Controllers nach unten verschieben wird. Und folglich waren die (ersten) Stunden mit der Wii U trotz ihrer unverkennbaren Innovation und komplett neuem Wege keiner dieser unvergleichlichen Wow-Momente. Natürlich ist dies wie eben beschrieben auch darauf zurückzuführen, dass man im voraus bereits alle relevanten Details kannte und lediglich das Spielgefühl des bereits Bekannten erforscht werden wollte.

Um zum eigentlichen Thema zu kommen: Ich wünsche mir in erster Linie, dass Nintendo mit der NX wieder einen Weg geht – zumindest im Rahmen des heute noch möglichen – der uns Spieler wieder das Gefühl des Unbekannten gibt. Einen Weg, der derart gestaltet ist, dass es schlichtweg kaum möglich ist, mehr als nur Spekulationen zuzulassen. Ich bin zwar kein Marketing-Experte, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eine Ungewissheit über die Art und Weise einer Konsole durchaus Faszination und Hype auslösen könnte.

Vielleicht wird das, was ich will, deutlicher durch ein Beispiel dessen, was ich nicht will: Eine Konsole, die einen Controller hat, der vom Aufbau her dem des PlayStation 4- und Xbox One-Controllers gleicht und in etwa so revolutionär ist, wie der Steam-Controller. Dazu einfach starke Hardware und Exklusivtitel, die in 4K laufen können, erster Launchtitel: Assassin’s Creed. Natürlich erscheint dies auf den ersten Blick gar nicht mal unrealistisch, da solch ein Weg eben finanziell sicher scheint. Aber meiner Ansicht nach eben auch feige ist. Denn salopp ausgedrückt, ist dies der Job von Sony und Microsoft. Nintendo fährt seit jeher auf der gegenüberliegenden Straßenseite – und das soll auch so bleiben! Am Beispiel Virtual Reality sieht man, dass ein „ich weiß alles darüber, habe aber keine Ahnung, wie es sich anfühlt“ schon einen ordentlichen Hype auslösen kann, der zum Beispiel. dafür sorgt, dass man auf den beiden letzten Gamescoms keine Chance hatte, VR ohne vorherige Anmeldung auszuprobieren. Die Redaktionen, die dann nach Release titeln: „Ihr müsst es selbst erleben!“ erledigen dann den Rest.

Stefan:

Mit Nintendo verbinde ich viele unterhaltsame Stunden, vor allem mit dem Super Mario-Universum.
Die Kämpfe gegen Bowser, Wario und sonstige Feinde des Klempners waren Teil meiner Kindheit, doch vor allem die Party-Spiele wie die allseits beliebten Super Smash Bros. und Mario Kart-Titel, aber auch Mario Tennis, Football, Golf und selbstverständlich Mario Party waren für mich und meine Schulfreunde immer ein Gaming-Gaumenschmaus.

Neben einem Gamecube-ähnlichen Controller (dazu in der nächsten Episode mehr), erhoffe ich mir von der technischen Komponente der „NX“, dass sie mir meine geliebten Nintendo-Titel mit einer grafischen Power darbietet, die die Xbox One und PlayStation 4 in den Schatten stellt – diese Forderung scheint mir angemessen, da die Konsolen der Konkurrenz bereits vor 2 Jahren erschienen sind.

Im Gegensatz zu meinem Vorredner bin ich nicht der Meinung, dass Nintendo auf großartige Neuerungen setzen sollte, mir persönlich wäre eine „Gamecube 2“ lieber als eine Konsole mit mitgelieferter VR-Brille, Tablet und Gestensteuerung.
Ich wäre absolut zufrieden, würde mir Nintendo eine Konsole präsentieren, die, abgesehen von der grafischen Leistung, genau das kann, was eine PS4 oder Xbox One mir schon jetzt bietet – nur mit Nintendo-Spielen.

Und dafür sollte Nintendo nicht auf seltsame Datenträger wie mit der Gamecube setzen, nicht auf einen Remote und Nunchuk wie mit der Wii oder ein Tablet-Zwang wie mit der Wii U.
Ich möchte eine Konsole sehen, die ein Blu-ray-Laufwerk nutzt, die jedes Spiel in 1080p, wenn nicht gar 4K darstellen kann, die mich an meine Gamecube-, N64- und SNES-Zeit erinnert, eine Zeit in der der Innovationsgrad eines Spiels nicht abhängig von den Features des mitgelieferten Controllers war, sondern von der Kreativität und Detailbesessenheit der Entwickler.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Nintendo gut daran tun würde, sich in dieser Hinsicht der Konkurrenz anzupassen.

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