Ähnlich wie Stronghold: Crusader befasst sich Warlords mit einer bestimmten Region der Welt, in diesem Fall Ost-Asien. So wird man in der Kampagne beispielsweise die Mongolen als Dschingis Khan anführen oder in die Haut der Japaner unter der Führung von Feldherr Toyotomi Hideyoshi schlüpfen. Da das Spiel mehrere Zeitperioden umfasst, wird man auch die Chinesen unter Qin Shi Huang Di, erster Herrscher und Gründer des chinesischen Kaiserreiches sowie den König von Vietnam spielen können. Letzter wurde allerdings nicht namentlich genannt, daher ist bisher unbekannt, zu welcher Zeit man die Vietnamesen spielt.

Während man also in der Kampagne immer nur einzelne Völker mit ihrem Helden und ihren Einheiten spielt, kann man im Mehrspieler-Modus sowie im Schlachtenmodus frei aus allen Gebäuden und Truppen wählen. Ob und wie stark im Einzelspieler-Modus auf historische Akkuratheit gesetzt wird, konnten wir noch nicht herausfinden. Zumindest, was die Sprecherrollen angeht, will das Team Sprecher aus dem asiatischen Raum gewinnen, um die Sprachen möglichst getreu darzustellen. Daher war in der von uns gespielten Demo-Version nur die britische Sprachausgabe des ersten Strongholds als Platzhalter verfügbar, was natürlich für einen kurzen Moment der Verwirrung gesorgt hat, als wir mit dem altbekannten „Sire“ angeredet wurden.

In der von uns gezockten Demo spielten wir eine vorgefertigte Mission, die so nicht im Hauptspiel vorhanden sein wird. Als Mongolen mussten wir eine kleine Festung vor anstürmenden Feinden verteidigen, hierzu konnten wir aber lediglich Bogenschützen erstellen. Einige Infanterie-Truppen standen uns auch zur Verfügung, weitere konnten wir allerdings nicht erschaffen. Da bereits eine rudimentäre Ökonomie vom Spiel bereitgestellt wurde, konnten wir direkt mit dem Bau einer Burgmauer beginnen, um diese zu bemannen und schließlich die anstürmenden Gegner nacheinander auszuschalten.

Außerdem konnten wir uns über eine bestimmte Punktewährung, den Diplomatiepunkten, die Unterstützung vom Ochsen-Kriegsherren sichern. Dieser versorgte uns dann beispielsweise auf Knopfdruck mit Truppen oder Ressourcen. Die benötigten Ressourcen waren strategiespiel-typisch Holz, Stein, Nahrung und Waffen. Neben dem Ochsen gab es auf der Karte auch noch den Tiger und die Schildkröte. Während ersterer schnell vom Gegner überrant wurde, konnten wir uns von letzterem einige Truppen sichern, da wir sein Gebiet übernahmen. Dies half uns schließlich bei der Abwehr der feindlichen Kräfte.

Die beschriebenen Kriegsherren sind einer der zentralen Aspekte, die sich im Vergleich zu den vorherigen Titeln der Reihe unterscheiden. Auf jeder Karte werden sich einige dieser KI Fraktionen befinden, die sowohl von den Gegnern als auch euch überzeugt werden können, der eigenen Fraktion beizutreten. Nachdem man entweder diplomatische oder kriegerische Argumente vorgebracht hat, unterstützen die Kriegsherren im weiteren Spielverlauf mit Ressourcen oder Truppen.

Wie in den älteren Teilen der Reihe auch, kann man wieder einstellen, wie man sein Volk führen möchte. Entweder als gütiger oder grausamer Herrscher. Dafür lassen sich dann bestimmte Gebilde zur Abschreckung wie Galgen oder andere Foltermittel errichten, während Brunnen und weitere dafür sorgen, dass die Bürger glücklich sind. Auch das Anheben oder Senken der Nahrung und Steuern kann wieder manuell gemacht werden, was sich wiederum auf die Zufriedenheit der Menschen auswirkt.

Die rund 20-minütige Demo konnte uns überzeugen und macht Lust auf mehr. Bis zum Release von Warlords werden uns mit Sicherheit noch das ein oder andere mal in Stronghold Crusader HD austoben.

Der Titel soll 2020, im April oder Mai, für Steam erscheinen.

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