Star Wars Battlefront II – 4528 Stunden um alles freizuspielen

Zeitsperren, Lootboxen, Pay2Win und Free2Play-Mentalität bei einem Vollpreis-Titel

Normaler Weise freut sich der durchschnittliche Gamer über eine lange Spielzeit. Das gilt allerdings nur, wenn es einen stetigen Fluss an Fortschritt gibt. Woran man dabei nicht denkt, ist stundenlanges stupide Wiederholen von Dingen, die einen nicht weiterbringen. Und um das abzukürzen Echtgeld bezahlen? Das erinnert doch eher an ein Handy-Game als an einen Vollpreistitel.

Doch dies ist aktuell der Fall bei dem stark umstrittenen Star Wars Battlefront II. Wie jetzt auf Star Wars Gaming nachgerechnet wurde, würde man für das Freischalten aller Inhalte im neuestem Star Wars-Spiel von Electronic Arts 4.528 Stunden brauchen. Oder aber man zahlt 2.100 Dollar.

„Es gibt eine Gesamtanzahl von 324 Karten. Möchte man diese upgraden benötigt man insgesamt 155.520 Crafting Cards. Dies würde das Öffnen von insgesamt 3.111 Lootboxen benötigen, welche eine Spielzeit von 4.528 Stunden benötigen würde. […] Für das öffnen von 3.111 Lootboxen benötigt man 248-880 Crystals. Wenn man nur die 100-Dollar-Packs kauft, benötigt man dafür 2.100 Dollar.“

Vor kurzem erst reagierte Electornic Arts auf die harte Kritik, dass die Helden, die man sich für In-Game-Credits kaufen kann, zu lange zum Erspielen brauchen. So brauchte man zuvor für Darth Vader 60.000 Credits, um ihn zu erspielen. Es stellte sich heraus, dass dafür über 40 Stunden benötigt werden würde (Quelle: Reddit). Daraufhin senkte der Hersteller die Kosten für die Helden und Schurken um 75%.

Allerdings stellte dann Andrew Reiner von Game Informer fest, dass die verdienten Credits eine Zeitsperre erhalten haben. Dies teilte er auf Twitter mit. Dort wurde ihm im Arcade-Mode nach fünf „Challenges“ angezeigt: „Mehr Credits sind in 14 Stunden verfügbar“.

Zudem stellten weitere User fest, dass die verdienten Credits für die Kampagne ebenfalls gesenkt wurden, so dass man anstatt zuerst 20.000 Credits jetzt nur noch 5.000 Credits erhält, was natürlich wieder die Zeit erhöht, um Credits zu erspielen.

Offenbar geht man bei Electronic Arts den Weg, den viele Entwickler bei Handy-Spielen gehen: Spielzeit möglich strecken um Kunden dazu zu bringen, diese Zeit durch echtes Geld zu verkürzen. Dazu kommt noch, dass man durch echtes Geld sich auch im Multiplayer einen Vorteil verschaffen kann. Es ist schon verwunderlich, wie hart dieser Kurs bei dem Titel mit der großen Star Wars-Lizenz gefahren wird.

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Schlagwörter:battlefront , star wars