Test – 7 Days to Die

Das Szenario des Spiels ist nicht neu, es spielt in einer postnuklearen Welt – in […]

Das Szenario des Spiels ist nicht neu, es spielt in einer postnuklearen Welt – in Arizona, um genau zu sein. Dabei geht es um das Sammeln von Ressourcen, Gegenständen zum Kombinieren und natürlich ums Überleben.

Im Grunde geht es in 7 Days to Die darum, so lange wie möglich nicht zu sterben. Das Spiel beginnt damit, dass ihr in einer zufällig generierten Umgebung einsteigt. Unmittelbar vor euch befindet sich ein verlassenes Haus und eure erste Aufgabe ist es, so viele Ressourcen und Gegenstände wie nur möglich zu sammeln, um damit neue Gegenstände herzustellen, eure Gesundheit aufrecht zu erhalten und am Ende auch neue Waffen zu basteln.

Worum geht es?

Das “worum” wird im Spiel leider wenig erläutert, es wird jedoch schnell deutlich, dass man nicht ganz allein ist und gerne Besuch von Zombies bekommt. Diese erscheinen gerade in der Dunkelheit häufiger und sind wesentlich agiler als am Tag. 7 Days to Die nimmt sich leider wenig bis kaum Zeit, uns zu verraten, worum es eigentlich geht. Aber braucht ein Spieler diese Information überhaupt? Nicht unbedingt, aber ein genaues Ziel wird einem nicht vorgegeben. Im oberen Bildschirmrand wird einem angezeigt, welche Aufgabe man als nächstes erledigen sollte, ohne jedoch ein großes Ziel dahinter vor Augen zu haben.

Man kann zwischen verschiedenen Modis wählen: Entweder man bestreitet das Abenteuer allein in einer zufallsgenerierten Welt, oder lokal mit einem zweiten Spieler im Splitscreen. Außerdem gibt es noch einen Online-Modus, der euch die Möglichkeit gibt, mit anderen Spielern die Karte zu teilen. Auch wurde dem Spiel ein Kreativ-Modus spendiert; dieser lässt dem Spieler einige Einstellungsmöglichkeiten offen und sorgt für einige interessante Spielwelten.

Offene Welt und ein bisschen Minecraft-Feeling

Das Spiel hat eine große Welt, die es zu entdecken gilt. Neben vielen verlassenen Gegenden finden sich hin und wieder wilde Tiere oder gar Zombies, die planlos umherirren. Die Spielmechanik erinnert ein wenig an Minecraft, da es ebenfalls ein umfangreiches Inventar gibt und man auch in der selben Perspektive spielt. Das Hauptziel ist das Sammeln von Objekten, die man verwenden oder in der Herstellung kombinieren kann.

Gameplay, dein Freund und Feind

Das Spiel wirkt an vielen Stellen unfertig und schlecht balanciert. So ist es oft ein Ärgernis, wenn man einem Zombie über den Weg läuft, diesem aber kaum etwas entgegenzusetzen hat, da die Steuerung sehr ungenau arbeitet. Ebenso kann man eine deutliche Trägheit der Steuerung feststellen, die einen schnell verzweifeln lässt und Kämpfe gegen Zombies am Ende zu einem nervigen Unterfangen macht. Da es in diesem Spiel unter anderem ums Überleben und Bekämpfen von Zombies geht, ist dies ein denkbar schlechter Ausgangspunkt. Als wäre dies nicht genug, hat das Abenteuer auch einige Ruckler, was bedeutet, dass das Bild gerne mal für ein bis zwei Sekunden einfriert. Gerade diese Details sind es, die einem das Abenteuer schnell madig machen können.

Nichts fürs Auge

Wer im Spiel auf tolle Texturen gehofft hat, wird leider sehr enttäuscht. Überhaupt von Texturen zu reden ist beinahe schon übertrieben. Viele Objekte sind von der Ferne aus sehr schlecht zu erkennen. Die Texturen könnten ebenso aus der PlayStation 3- oder gar PlayStation 2-Generation stammen. Das Interface selbst kommt immer sehr klein daher. Die Schrift auf dem Bildschirm hätte gerne doppelt so groß sein können – ein entspanntes Spielen auf dem Fernseher im Wohnzimmer wird daher leider eher zu einem Suchspiel, als zu einem spannenden Abenteuer. Auch sonst wird einem die Bedienung und Navigation sehr erschwert, denn die klickbaren Elemente im Interface sind oft nicht als solche zu erkennen.

Fazit

Es hätte so schön sein können. Die Idee des Spiels ist nicht schlecht, aber die Umsetzung dagegen schon. Es wurde an vielen Ecken zu wenig Fleiß investiert und das sieht man von der ersten Minute an, wenn man das Abenteuer beginnt. Es scheint, als hätte man die PC-Version genommen und einfach 1:1 auf die Konsole portiert, ohne dabei auf die Performance oder das Interface zu achten. Auch einen Grund, warum man überhaupt überleben möchte, fehlt dem Spieler grundsätzlich. Wenn der Name des Titels nicht schon einen kleinen Hinweis darauf geben würde, hätte man bis zuletzt gar keine Ahnung, was überhaupt los ist. Für Fans von Zombie-Apokalypsen mag das Spiel vielleicht mal einen Blick wert sein, aber mehr auch nicht. Da ist ein Preis von 34,99 Euro (Retail) in der Tat noch etwas zu viel des Guten. Es bleibt die Hoffnung, dass die Entwickler noch einmal ein umfangreiches Update nachreichen werden, um zumindest die groben Schnitzer auszubessern.

Es wurde die PlayStation 4-Version getestet.

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