Test – Beyond: Two Souls Remastered

Im Jahre 2012 veröffentlichte das Entwicklerstudio Quantic Dream unter der Leitung von David Cage das […]

Im Jahre 2012 veröffentlichte das Entwicklerstudio Quantic Dream unter der Leitung von David Cage das Spiel BEYOND: Two Souls exklusiv für Sonys PlayStation 3. Das Spiel zeichnete sich nicht nur durch eine einmalige Story ab, sondern auch dadurch, dass es dem Team gelang, noch einmal alles aus der relativ alten Hardware herauszuholen. Ferner wurden auch die Charaktere im Spiel von Fans und Kritikern gelobt. So konnte man unter anderem Ellen Page (Juno, Inception) und Willam Defoe (Spider-Man, Der blutige Pfad Gottes/Boondock Saints) für eine Rolle im Spiel verpflichten. Die Mimiken und Gestiken der Schauspieler wurden dank Motion-Capturing für das Spiel erfasst, so dass das Spiel einem Film sehr nahe kommt.

Am 26. November diesen Jahres veröffentlichte Sony und Quantic Dream noch einmal eine Remastered Version des Spiels, auf die wir in diesem Test eingehen werden. Es werden keine Details zur Story preisgegeben, der Test bezieht sich grundlegend auf die Neuerungen der Remastered-Version des Spiels.

Grafik

Machen wir uns nichts vor: BEYOND sah bereits auf der PlayStation 3 überragend aus. Nichts desto trotz konnte Entwickler Quantic Dream für die PS4 Version noch eine Schippe drauflegen. Zwar handelt es sich bei den Veränderungen um Details, dennoch tragen eben diese zur passenden Stimmung des Spiels dazu. Partikel-, Schatten-, Licht- und Regen-Effekte wurden noch einmal überarbeitet und meine PlayStation 4 kam hier bei bestimmten Sequenzen hin und wieder ins Schwitzen. BEYOND sieht einfach atemberaubend aus. Es ist zwar kein Quantensprung zur Originalversion aber das liegt einfach an guten Qualität des originalen Spiels der PlayStation 3.

Darf es etwas mehr sein?

In der Remastered Version von BEYOND: Two Souls sind nicht nur diverse Features hinzugekommen, wie beispielsweise die von Fans gewünschte Funktion, die einzelnen Episoden in Chronologischer Reihenfolge zu spielen (ich bevorzuge die asynchrone Variante), sondern auch der DLC „fortgeschrittene Experimente“, welcher 2013 auf PlayStation 3 erschien und für rund fünf Euro zu haben ist. Diese Erweiterung bietet zwar Hintergrundwissen und einige knifflige Rätsel, einen deutlichen Mehrwert jedoch nicht. Die Rätsel des DLC hingegen hätte ich mir in der PlayStation 3-Version auch gewünscht.

Meckern auf hohem Niveau

Natürlich hat das Spiel auch seine Schwächen, welche mitunter schon im originalen Spiel zu finden waren. Wie oben erwähnt, wurde die chronologische Spielweise eingeführt, und dennoch klaffen noch immer Lücken zwischen den Einzeln Episoden von denen es insgesamt 26 gibt. Was geschah in der Zwischenzeit? War es da nur Friede, Freude, Eierkuchen? Wahrscheinlich werden wir es nie erfahren. Hier hätte es schon gereicht, wenn man Animierte Storyboards und einen Storyteller verpflichtet hätte. Immerhin lassen diese Passagen einigen Spielraum für die eigene Phantasie und man darf sich selbst ein paar Gedanken darum machen. Dafür ist die Geschichte umso packender und gut inszeniert.

Auch die Kämpfe in der Neuauflage von BEYOND scheinen immer noch sehr einfach zu sein. Beim Original waren diese auf der schwersten Stufe noch zu einfach. Aber wie David Cage einmal sagte: „Ich will den Verstand der Gamer fördern und nicht ihre Finger.“

Fazit

Die Remastered-Version von BEYOND: Two Souls ist leider genau das was ich erwartet habe. Leider aus dem Grund, dass es bis auf den Mini-DLC keinen eindeutigen Mehrwert gibt. Keine zusätzlichen Infos zur Hauptstory, keine spezielle Erweiterung. Klar, der Titel sah super aus und jetzt noch einen Ticken besser dank neuer Effekte und Grafik in Full-HD. Wer das Original nicht kennt oder die gelungene Story ein weiteres Mal in aufgehübster Form erleben möchte, könnte durchaus noch ein Mal zugreifen.

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