Test – Catlateral Damage

Du bist Katzen-Fan und kuschelst gerne mit deiner Miezekatze auf der Couch? Dann lies ruhig weiter, es geht nämlich um Katzen, um sehr böse Katzen.

Mit Catlateral Damage gehen jegliche Wünsche vieler Katzenfans in Erfüllung und man darf gespannt sein, welche Abenteuer einen erwarten.

Es ist kein Geheimnis, dass ich nahezu versessen in die kleinen kuschligen Tierchen bin. Kein Wunder also, dass ein Spiel, welches ich jetzt einmal frech als Katzen-Simulator bezeichne, genau mein Fall ist.

Ein Katzen-Simulator? Ja!

Das Spiel Catlateral Damage stammt von Chris Chung, einem Indie-Entwickler aus Massachusetts, USA. Das Spiel wurde Juni 2014 als Kickstarter-Projekt ins Leben gerufen, erreichte gut 62.000 USD von rund 2.500 Unterstützern und hatte somit sein angepeiltes Ziel erreicht. Entwickler Chung selbst nennt das Genre des Spiels “first-person destructive cat simulator”.

Im Spiel geht es darum, sich als Katze durch Levels zu bewegen und möglichst viele Gegenstände von Tischen, Schränken oder Regalen auf den Boden zu befördern. Zu den Gegenständen gehören neben Alltagsgegenständen wie Teller oder Kochtöpfe auch Bücher, Lebensmittel, Flaschen und vieles mehr.

Ein Katzenfreund versteht das

Sind wir mal ehrlich: Das Spielkonzept ist total durchgeknallt. Richtig, aber genau das macht es so interessant und unterhaltsam. Viele Spiele setzen nur noch auf Waffen, übermalte Figuren und teilweise langweilige Storys. Catlateral kommt ohne all diese Sachen aus, es gibt nicht einmal eine Story im Spiel. Es ist freilich nur eine Simulation mit dem Ziel, möglichst viele Dinge kaputt zu machen.

Eine Katze braucht Auslauf

Das Spiel bietet mit 9 Levels eine überschaubare Auswahl an Kulissen und Abwechslung. Es gibt verschiedene Wohnungen, ein Museum und einen Supermarkt. Zugegeben, es hätte etwas mehr sein können. Die Levels haben verschiedene Elemente und sind abwechslungsreich gestaltet. Das Ziel ist überall gleich: Richte Chaos an, wo du nur kannst und lasse nichts stehen wo es gerade ist.

Eine Katze, eine Mission

Es gibt zwei Spielmodi: Den Objective- und den Litterbox-Modus. Im Objective-Modus geht es darum, eine gewisse Menge an Gegenständen in einem festgelegten Zeitlimit zu zerstören. Hier gibt es aber auch Events, die einem gewisse Vorgaben geben und das Level damit etwas spannender gestalten. Ein Event ist beispielsweise eine Maus in mitten der Wohnung ausfindig zu machen und diese zu fangen. Dadurch erhält der Spieler Upgrades, welche die Katze schneller, leistungsfähiger und agiler machen. Im Litterbox-Modus geht es um die pure Zerstörung. In diesem Modus gibt es keine Zeitlimits und man darf sich austoben wo und wie lange man möchte. Man kann also in aller Ruhe Kleinholz aus der Wohnung, Museum oder Supermarkt machen.

Katzenfotos soweit das Auge reicht

Im Spiel gibt es mehr als 230 Katzenfotos, die es zu sammeln gilt. Sie befinden sich als Gemälde an der Wand und müssen ebenfalls von uns von der Wand geholt werden. Außerdem kann man verschiedene Charakter-Modelle freispielen, mit denen man dann die Levels durchspielen kann. Technisch unterscheiden sich diese jedoch nicht, lediglich die Texturen sind unterschiedlich.

Fazit

Catlateral Damage ist ein lustiges Spiel für zwischendurch und für Spieler die gerne einmal in die Rolle einer Katze schlüpfen möchten. Es ist kein Top-Titel, dafür aber eine gelungene Umsetzung eines kleinen Entwicklers, der Mut und Ideengeist für eine Sache aufgebracht hat, und daraus ein interessantes kleines Spiel entwickelt hat. Der Preis von 11,99 Euro (PlayStation Store) ist nicht gerade wenig im Verhältnis zum Spielumfang, aber ist dennoch das Geld wert. Catlateral Damage zeigt einmal mehr, dass eine Idee mehr wert ist als die technische Grundlage eines Spiels.

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