Test – Cooking Mama – Sweet Shop!

Mama ist zurück und dieses mal baut sie sich ein eigenes Süßwarenimperium auf!

Hier wird geschnibbelt, gerührt, geknetet und gebacken. Cooking Mama dürfte man am ehesten als Kochsimulation auf dem 3DS bezeichnen können, schließlich dreht sich der Großteil des Spiels darum, nach Vorgabe Gerichte nachzukochen oder zu backen.

Das Grundprinzip ist dabei nicht allzu schwer, ihr wählt euer Gericht aus, und Mama lotst euch durch die einzelnen Schritte. Hierbei gilt es mit dem Stylus-Stift bestimmte Bewegungen nachzumachen, wie etwa durch eine kreisförmige Bewegung auf dem Touchfeld eure Teigmasse mit einem Schneebesen verrühren.

Aber Obacht, wer hier zu schnell oder zu hektisch vorgeht verteilt schnell die ganze Masse in der Küche und muss erstmal sauber machen! Da jeder Vorgang ein Zeitlimit besitzt und ihr am Ende bewertet werdet geht das natürlich von eurer Zeit ab. Macht ihr eure Sache gut werdet ihr gelobt, aber selbst wenn ihr Mist baut versucht Mama euch noch aufzuheitern. Ein vollkommen optimistisches Spiel.

Das Spielprinzip funktioniert mit dem Stylus- tatsächlich ziemlich gut, die Bewegungen werden gut erkannt und so kommt auch kein Frust auf. Da das Spiel allerdings recht simpel gehalten wurde, funktioniert es tatsächlich auch nur auf dem 3DS, auf anderen Plattformen, auf dem PC mit Maus und Tastatur beispielsweise, würde das ganze nicht aufgehen. So ist es aber eine gelungene Umsetzung und endlich mal ein Spiel, bei dem der Stylus nicht nur schnödes Beiwerk ist, sondern die vorhandenen Mechaniken des Handhelds richtig gut ausnutzt!

Optisch ist alles recht niedlich gehalten, wirkt aber passend und nicht zu überladen. Die fertigen Süßspeisen sehen in vielen Fällen aber wirklich recht lecker aus, so dass man sich das eine oder andere mal ein Feature im Spiel wünscht, in dem man die echten Rezepte erhält.

Leider fehlt es an Langzeitmotivation. Nach einer Weile erhält man kleine Mini-Spiele, aber außer Punkte sammeln bringen diese einem nicht viel. Die Süßigkeiten nach backen ist eine zeit lang auch ganz spaßig, jedoch mehr als neue Gerichte kommen auf Dauer nicht. Auch der Shop, eine Neuerung der Cooking Mama-Reihe, geht leider nicht ganz auf. Stellt ihr ein Gericht fertig – egal mit welcher Bewertung – könnt ihr dieses in eurem Shop verkaufen. Unbegrenzt, ihr müsst also nicht für Nachschub sorgen, was das Ganze aber ein bisschen interessanter gemacht hätte. Ihr erhaltet pro verkauftem Gericht immer die gleiche Anzahl an Münzen und diese könnt ihr dann für Verschönerungen eures Ladens, der Küche oder für Mamas Optik ausgeben. Für Sammelwütige bestimmt ganz nett, aber sonst gibt es wenig anreiz den Shop zu benutzen. Zumal es nicht allzu interessant ist, eigentlich schaut man nur zu und tippt einen Kunden an, sobald er sich was ausgesucht hat, fertig.

Fazit

Alles in allem ist Cooking Mama: Sweet Shop ein sehr nettes Spiel für Zwischendurch. Man sollte keine Wunder, oder eine aufwendige Inszenierung erwarten, aber das was es primär machen soll - Süßigkeiten mit Hilfe von Mama herstellen - funktioniert ziemlich gut. Möglich, dass die kleinen Extras auch eher das jüngere Publikum ansprechen, aber persönlich hätte ich mir noch irgendein Ziel gewünscht. Und, wenn schon ein Shop einbauen, dann bitte auch mit einem gewissen Management.
Positiv
  • gute Anwendung vom Stylus
  • entspanntes Spielen
  • gut für Zwischendurch
  • niedliche Optik
Negativ
  • keine Langzeitmotivation
  • neues Shopsystem recht langweilig
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