Test – Fjong

Wenn Kirby und ein Delfin fusionieren, erhaltet ihr einen flugunfähigen Fjong!

Fjong ist aufgemacht, als sollte es eigentlich auf dem Handy erscheinen. Warum es trotzdem den Weg in den Steam Store gefunden hat und auf dem PC gespielt wird ist mir nicht ganz klar, aber es hat mich zumindest an die Zeit der Flash-Spiele auf verschiedenen Internet Seiten in den 90er Jahren erinnert.

 

Anfänglich müsst ihr einen Fjong zum großen Eimer hüpfen lassen.

 

Kugelige Delfine wollen auch fliegen

Ihr müsst es in 20 recht kurzen Levels schaffen, eure ziemlich runden, delfinartigen Fjongs (ich behaupte nur, das sie so heißen, das wird nirgends erklärt!) in einen Eimer voller Süßigkeiten springen zu lassen, damit sie durch die Bonbons fliegen können. Klingt recht niedlich, ist es auch. Anfänglich habt ihr nur einen Fjong, bis zum Ende des Spiels gesellen sich allerdings noch ein kleiner, roter Fjong und ein gelber, ziemlich dicker Fjong zum anfänglichen Blauen dazu. Spielerisch ergeben sich daraus kleinere physikalische Abweichungen, denn der gelbe kann aufgrund seines Gewichts nicht so weit und hoch springen wie die anderen Kollegen.

Während des Spiels wird euer Weg zum Eimer durch allerlei Physik-Rätsel erschwert. Zu Beginn sollt ihr einfach nur farbige Schalter mit der richtigen Delfinkugel aktivieren, später müsst ihr Wagen ausbalancieren und über drehende Balken an die Schalter gelangen. Klingt komplizierter als es ist, Fjong ist darauf ausgelegt, jüngere zu begeistern.  Je nachdem wieviele Sprünge ihr zum erreichen der Süßigkeiten im Eimer gebraucht habt, wird euch am Ende noch eine Bewertung in Form von einem bis drei Sternen verliehen. Wirkliches Highscore Fieber kam bei mir aber leider nicht auf, da ich mit drei Sternen leider keine weiteren Levels oder andere Fjongs freischalten kann.

Später müsst ihr das ganze Trio zum Eimer bringen. Hier seht ihr übrigens das schwierigste Level des Spiels.

Geschichte gibt es abgesehen von einem Introvideo in dem wir sehen, dass der kleine, blaue Fjong gerne mit den Vögeln fliegen möchte, keine – ist bei diesem Spiel auch keine Schande, denn es soll wirklich nur ein Happen für zwischendurch sein.

Klick, Klick – Sprung!

Genauso einfach wie das Spielprinzip ist auch die Steuerung gehalten. Ihr klickt den gewünschten Fjong mit einem Mausklick an, haltet gedrückt um die Sprungkaft festzulegen und könnt dann noch Entfernung und Winkel mit Mausbewegungen adjustieren. Das ganze Steuerungsschema erinnert ziemlich an Angry Birds, dass man bereits von Smartphones kennt.

Überlegt gut, wie ihr die Fjongs auf dem Brett platziert, um die Schalter zu erreichen!

Die Musik und die Grafik sind kindgerecht ruhig und niedlich gehalten. Der Grafikstil sieht aus, als wäre die Welt mit Wachsmalstiften gemalt. Das passt ganz gut zu der gesamten Atmosphäre des Spiels und erinnert in Zügen an Yoshi’s Island. Leider wird nur ein drittel des gesamten Bildschirms verwendet. Auch der Schwierigkeitsgrad ist absolut kinderfreundlich – ich selbst habe für das gesamte Spiel gerade einmal 20 Minuten gebraucht, also ca. eine Minute pro Level. Kinder dürften weitaus mehr Zeit aus dem Spiel ziehen, dafür aber ihre motorischen und logischen Fähigkeiten schulen.

Erhalten könnt ihr das Spiel für knapp 1,99€ (zum Zeitpunkt des Artikels) im Steam Store. Ob die Preis-Leistung für 20 Minuten entspanntes Delfinspringen stimmt, müsst ihr für euch selbst entscheiden.

 

Fazit

Ein kleines, aber feines Spiel, das als Handygame oder Flash-Spiel weitaus besser aufgehoben wäre. Wäre mehr Motivation oder Inhalt vorhanden, würde sich das Spiel wirklich gut als Angry Birds Ersatz mit niedlicherem Ansatz machen, aber leider ist nach gerade mal 20 Leveln Schluss.
Positiv
  • hübscher Grafikstil
  • ruhige Atmosphäre
  • kindgerecht
  • intuitive Steuerung
Negativ
  • kurz
  • einfach
  • keine Motivation, mehr Sterne in einem Level zu erreichen
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Schlagwörter:Fjong , PC