Test – Hitman Episode 1: Intro Pack

Die Reihe rund um den glatzköpfigen Attentäter 47 geht in die sechste Runde. Nachdem der […]

Die Reihe rund um den glatzköpfigen Attentäter 47 geht in die sechste Runde. Nachdem der Vorgänger Hitman: Absolution von den Spielern nicht sonderlich gut aufgenommen wurde, besinnt sich das dänische Entwicklerstudio IO Interactive und orientiert sich am Fanliebling Hitman: Blood Money. Wenig Story, dafür großes, offenes Sandbox-Gameplay.

Inhalt

Das Intro-Pack beinhaltet zwei Prologmissionen sowie die erste Hauptmission The Showstopper in Paris. Während die ersten beiden Aufträge Trainingsmissionen sind und in der Vergangenheit spielen, versetzt euch The Showstopper in die Gegenwart, zeitlich nach Absolution. Eure langjährige Kontaktperson des ICA ist wie immer Diana Burnwood, die euch mit Hintergrundinfos zu eurem Ziel versorgt. Eure Aufgabe ist es eine Modenschau in Paris zu infiltrieren und dort zwei Ziele auszuschalten. Ihr dürft vor Missionsbeginn eure Waffe, etwaige Gadgets, das Startoutfit, euren Startpunkt sowie ein Zusatzversteck für Waffen oder Ähnliches wählen. Diese Optionen werden allerdings erst später interessant, da ihr viele Sachen freischaltet, wenn ihr Herausforderungen abschließt und im Rang aufsteigt.

Um die vielen Herausforderungen abzuschließen, braucht es Können und Zeit.

Spieler der PlayStation 4 Fassung bekommen zusätzlich noch den exklusiven Auftrag „The Sarajevo Six“, zu dem jüngst auch ein Trailer veröffentlicht wurde. Momentan ist die erste Mission „The Director“ verfügbar.

Die weiteren Episoden sollen wohl im monatlichen Rhythmus erscheinen. Dabei folgt als nächstes das italienische Städtchen Sapienza. In Episode 3 wird der glatzköpfige Attentäter in Marrakesh, Marokko auf Jagd gehen. Die weiteren bestätigten Locations sind Japan, Thailand und die USA.

Gameplay

Im Level selbst habt ihr die Qual der Wahl. Geht ihr als geladener Gast in das Anwesen und beschattet eure Ziele, um sie dann leise und unentdeckt auszuschalten. Möchtet ihr das Ganze lieber wie einen Unfall aussehen lassen oder der Sache mit dem Scharfschützengewehr ein Ende setzen. Seid ihr aufmerksam genug findet ihr auch sogenannte Gelegenheiten, die euch eurem Ziel näher bringen. So findet ihr zum Beispiel in der Küche ein Cocktailrezept, verkleidet euch als Kellner, geht an die Bar, mixt den Drink und vergiftet euer Ziel so. Verkleidet euch als Model und lauft über den Catwalk, um so zu einem Privatgespräch mit eurem Opfer zu kommen. Etliche Möglichkeiten sorgen für viele Stunden Spaß, auch wenn im Intro-Pack nur die Paris Location vorhanden ist.

Verkleidet als Scheich infiltriert ihr die IAGO Auktion.

Der Auftragsmodus, bekannt aus dem Vorgänger Hitman: Absolution, kehrt wieder zurück und ist neben den recht kurzen Storymissionen, vermutlich euer Hauptzeitvertreib.

Es ist euch möglich eigene Aufträge zu erstellen. Genauer bedeutet dies, dass ihr euch eine Map aussuchen könnt, bisher verfügbar sind Paris und die Final Test Area, dort eure Ziele markiert, diese auf irgendeine Weise eliminiert und den Auftrag dann online stellt. Das Spiel überlässt euch wie ihr dabei vorgeht, bietet aber zwei unterschiedliche Arten. Als geschickter Killer geht ihr leise vor, bringt nur euer Ziel um und verschwindet ohne entdeckt zu werden. Der verspielte Killer hingegen bringt seine Ziele zum Beispiel im Zuge einer Kettenreaktion mit Sprengstoff um.

Die vielen Aufträge können euch etliche Stunden unterhalten.

Um die Online-Aufträge zu erstellen und zu spielen ist keine PS Plus Mitgliedschaft notwendig.

Story

Die zwischen den Mission stattfindenden Cutscenes lassen nur eine Ahnung aufkommen, worum sich die Geschichte denn letztlich dreht. Ein vermeintlicher Agent scheint sich mit 47 und der ICA zu beschäftigen, was seine genauen Ziele sind, bleibt aber unklar.

Jane Perry als neue Synchronsprecherin von 47’s Kontaktperson Diana macht einen super Job, ebenso wie David Bateson, der dem Auftragsmörder schon seit Teil eins die Stimme leiht.

Wer der vermeintliche Antagonist ist und was seine Absichten sind wird nicht verraten.

Technik

Hitman läuft gerade in den kleinen Gebieten mit rund 60 fps sehr gut, stockt aber im großen Paris Level das ein oder andere Mal. Dennoch sind die vielen Menschenmassen beeindruckend und wirken sehr authentisch. Auch kleine Details lassen die Welt generell lebendiger wirken.

Ihr habt in den Optionen allerdings die Möglichkeit, wie schon bei The Last of Us Remastered, einen fps-Lock einzustellen. Dann überschreitet das Spiel die 30 Bilder pro Sekunde Marke nicht mehr.

Willkommen zur Sanguine Fall Fashion Show.

Des Weiteren sind die Ladezeiten, besonders für Paris, unerträglich lang. Macht ihr einen Fehler und wollt neu laden, kostet euch das unter Umständen auch mal 2 Minuten. Apropos Speichern und Laden. Es ist zwar möglich während der Mission selbst Speicherpunkte anzulegen, allerdings nur zu bestimmten Zeitpunkten, die leider nicht klar ersichtlich sind. Das Spiel speichert zu bestimmten Punkten zwar automatisch, aber dies kann dann auch ein paar Minuten zurückliegen. Problematisch ist dies vor allem, wenn ein Verbindungsabbruch erfolgt und euch zurück ins Hauptmenü wirft. Speicherstände, die online angelegt wurden, lassen sich nämlich auch nur laden, wenn ihr online seid. Vor allem während der ersten Woche nach Release, liefen die Server teils nicht stabil und sorgten bei mir für einige Abbrüche.

Generell stellt die Pflicht einer Onlineverbindung ein großes Problem dar. So ist es im Offlinezustand nicht möglich, die dutzenden Herausforderungen anzusehen und abzuschließen, die zum Aufsteigen im Rang und dementsprechend zum Freischalten von neuen Items notwendig sind. Euch steht im Offlinemodus effektiv nur die sehr kurze Story zur Verfügung. Natürlich könnt ihr das Paris Level so oft spielen wir ihr wollt, allerdings wird es ohne die Herausforderungen schnell langweilig.

Fazit

Die Stärken von Hitman liegen eindeutig im offenen, sandbox-artigen Gameplay, den vielen Möglichkeiten die Ziele auszuschalten und dem Spaß, bis ins kleinste Detail ein Attentat auszuarbeiten und umzusetzen.

Zwar ist Hitman kein reines Always-On Spiel, kommt dem allerdings recht nah. So ist es im Offline-Zustand nicht möglich die zahlreichen Herausforderungen, Meisterleistungen, Entdeckungen und Attentate anzuschauen oder freizuschalten. Diese wiederum geben aber Punkte, um im Rang aufzusteigen und somit neue Waffen, geschmuggelte Objekte, Gadgets und Startpositionen freizuschalten.

Weiterhin können Spielstände, die während des Onlinespielens angelegt wurden, im Offline-Modus nicht geladen werden. Dies ist vor allem dann ärgerlich, wenn die Verbindung zu den Server abbricht, was mir gerade nach dem Release vermehrt passiert ist.

Da Hitman episodenhaft erscheinen wird und die Retailversion erst für 2017 angekündigt ist, kann das Spiel bisher nur digital erworben werden und setzt somit sowieso eine aktive Internetverbindung voraus.

Im PlayStation Store, respektive Xbox Marktplatz ist das Intro-Pack für 14,99€ zu erstehen, das vollständige Erlebnis kostet euch 59,99€. Auf Steam kostet das Intro-Pack 12,99€, bzw. 49,99€.

Getestet wurde die offizielle PlayStation 4 Version von Hitman™.

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