Test – Micro Machines World Series

Micro Machines ist endlich wieder zurück. Aber hat sich Codemasters gut geschlagen?

Kleine Flitzer mag jedes Kind, aber auch der Spieler höheren Alters? Damals waren kleine Spielzeugautos in jedem gut sortierten Kinderzimmer zu finden, aber funktioniert die Faszination auch heute noch am heimischen TV und Monitor? Mit Micro Machines World Series meldet sich Codemasters zurück und möchte am Erfolg der Vorgänger anknüpfen.

Digitales Spielzeug

In Micro Machines World Series geht es, wie der Name bereits vermuten lässt, um die kleinen Micro Machines-Fahrzeuge. Jene, die man noch aus Kindertagen kennt. Im neuen Spiel des Entwicklerstudios Codemasters geht es darum, Rennen zu gewinnen, andere Fahrer abzuschießen oder von der Fahrbahn zu drängen. Damit wäre das Spielprinzip auch schon größtenteils erläutert.

Gefahren wird in Gruppen mit bis zu zwölf Spielern im Online-Modus und maximal vier Spieler lokal. Seid ihr weniger als vier bzw. zwölf Spieler, werden die Plätze mit KI-Gegnern aufgefüllt.

Je nach Modi muss man einfach nur als erster durchs Ziel fahren, andere Mitstreiter von der Bahn stoßen oder einfach mit kleinen Gadgets abschießen, ausbremsen oder zum explodieren bringen.

Gefahren wird in der klassischen Micro Machines-Perspektive, also mit der Ansicht von oben auf die Fahrzeuge. Genau dieser Kniff macht das Spielprinzip so einzigartig. Fährt man nämlich gegen seine Gegner um die Wette und ein Fahrer gerät außerhalb des sichtbaren Bereichs, scheidet er aus. Diese Tatsache kann schnell für ausreichend Stress, Wut und vor allem Spaß sorgen. Fährt man mit mehreren Spielern lokal auf der heimischen Couch um die Wette, ist der Spaß vorprogrammiert.

Alles wie immer, aber…

Man merkt sofort, dass sich Codemasters zum Ziel gesetzt hat, an die Vorzüge von Micro Machines V3 anzuknüpfen. Die Optik kommt nahezu gleich daher, wobei natürlich die Details und Effekte viel zeitgemäßer daherkommen.

Es gibt zehn Strecken mit jeweils unterschiedlichen Themen und somit anderen Herausforderungen. So gibt es beispielsweise ein Level in einer Küche, wo ihr euch auf der Tischplatte zwischen Cornflakes, Toastbrot und Milchpackungen behaupten müsst. Oder eine Strecke im Kinderzimmer, wo ihr auch verschiedene, teils lizenzierte Spielzeuge trefft. Ebenso ist wieder eine Strecke auf dem Billardtisch mit dabei. Hier ist es vor allem wichtig, auf den Rändern des Tisches sein Geschick zu beweisen. Abgesehen von den Billardkugeln, die euch gerne einmal das Auto kosten können, sollten sie euch erwischen, gibt es nur noch eure Gegner zu fürchten.

Micro Machines bietet euch zehn Fahrzeuge verschiedener Klassen an, welche sich optisch anpassen lassen. So gibt es beispielsweise ein Polizeiauto, LKW oder Panzer, mit denen ihr eure Gegner erledigen dürft. Jedes Fahrzeug fährt sich etwas anders und hat verschiedene Waffen in petto. Feuert ihr während der Fahrt eine Waffe ab, wird unten im Bildschirm ein Countdown eingeblendet, bis die Munition beziehungsweise Waffe wieder verfügbar ist. Auf jeder Strecke befinden sich jedoch auch Waffen zum einsammeln, womit ihr dann sofort vorlieb nehmen dürft und eure Gegner jagt.

Detailverliebt und halbfertig

Obwohl Micro Machines vieles richtig macht, hapert es an einigen Stellen doch sehr deutlich. Die Framerate im Spiel war nur in den seltensten Fällen bei 30 Bildern pro Sekunde (PlayStation 4), was das Spielen auf Dauer nicht so angenehm macht. Und auch der Netzcode bei Online-Matches sorgte schnell für Frustration. Hinzu kommt, dass die Menge an Spielern im Online-Modus oft nicht sehr groß ist, was dazu führt, dass die Slots mit KI-Spielern aufgefüllt werden.

Der lokale Offline-Modus bietet leider sehr wenig Umfang. Eine Solokampagne sucht man leider vergebens.

Fazit

Es hätte so schön sein können. Alles ist perfekt, nur leider sind die technischen Probleme und der schmale Umfang des Spiels nicht so schön. Das Spiel macht Spaß, keine Frage. Aber auf lange Sicht wird man Micro Machines World Series wohl nicht so oft einlegen und spielen. Vor allem die fehlende Solokampagne lässt einen oft hinterfragen, warum man eigentlich weiterspielen sollte. Dafür ist der Preis mit günstigen 29 Euro (PlayStation 4) nicht sehr hoch, was die Entscheidung eines Kaufes wieder etwas erleichtern sollte.
Positiv
  • Schöne Levels mit vielen Details
  • Spielspaß der alten Schule
  • Aufregende Offline-Rennen mit bis zu vier Spielern
Negativ
  • Geringer Umfang
  • Framerate oftmals unter 30 Bilder pro Sekunde
  • Online-Matches leiden unter einigen Rucklern
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