Test – Nioh Dragon of the North

Lohnt sich der Ausflug in die Tohoku-Region?

Eines vorweg: Wenn man Nioh – Dragon of the North mit Dark Souls vergleichen will, ist es definitiv mehr The Ringed City als The Old Hunters. Denn der erste DLC von dreien hat ähnliche Größe und Dauer.

Dragon of the North bringt euch ein neues Gebiet, die Tohoku Region. Dort lauft ihr zwischen verschneiten Gipfeln und Dämonen-Tempeln umher, um Masamune Date davon abzuhalten, einen ähnlichen Fehler wie Edward Kelley im Hauptspiel zu machen. Nebenbei versucht ihr noch, euren alten Weggefährten Hanzo Hattori zu finden, der bei der Jagd auf Masamune verschollen ist.

Der arrogante Kriegsfürst wirkt als Antagonist sehr viel angenehmer als noch Kelley im Hauptspiel

Insgesamt rundet das Gebiet die vorangegangen ab, vor allem was die Optik angeht. Die Assets der Karten sind ähnlich, allerdings durch die verschneiten Berge sehr viel schöner und abwechlungsreicher anzusehen. Für einige Yokai wurden neue Skins spendiert und eine Handvoll ist sogar komplett neu. Besondere Aufmerksamkeit in der Optik bekommen die Bosse, da ihr halb dämonisches, halb menschliches Aussehen wirklich perfide wirkt. Team Ninja hat seine Hausaufgaben gemacht!

Es wird natürlich viele Aufregen, dass man erst das Hauptspiel beenden muss, um ins Tohoku-Gebiet zu kommen, aber mir gefällt die Idee, die Story nahtlos fortzusetzen. Allerdings sehe ich das Problem kommen, welches New Game Plus-Spieler haben werden: Man kommt in die Phase, in der frühere Missionen zu leicht, die neueren aber zu schwer sind. Zum Glück wurde euch auch ein Satz neuer Ausrüstungsmöglichkeiten spendiert. Ihr seid nun in der Lage, zwei Schutzgeister auszurüsten, um euch ein bisschen auf die Beine zu helfen. Auch eine komplett neue Waffengattung wurde mit dem Odachi – ein übergroßes Katana – eingeführt. Beides passt sich großartig ins Spiel ein und erweitert eure Möglichkeit noch mehr – das Odachi fühlt sich wuchtig in der hohen Haltung an, in der niedrigen ist es fast so schnell wie ein normales Katana – das ergibt großartige Kombinationsmöglichkeiten, wenn man in der Attackenkombo seine Haltung wechselt. Außerdem schließen sich eurer Sammlung noch vier neue Schutzgeister an.

Die Tohoku-Region.

Leider sind nur zwei neue Hauptmissionen dabei und eine handvoll neuer Nebenmissionen. Allerdings wird die fehlende Masse durch Klasse komplett ausgeglichen. Wenn die beiden verbleibenden DLCs auch durch diese Art von Arbeit glänzen, stehen uns noch zwei Mal wundervolle Abenteuer im antiken Japan bevor!

Fazit

Meines Erachtens nach ist der Ausflug in die Tokai Region eine würdige Fortführung der ursprünglichen Geschichte. Wenn die kommenden DLCs so bleiben und einen Abschluss in die Geschichte bringen, bin ich mehr als glücklich. Team Ninja hat hier einen eigenständigen und vor allem historisch passenden Stil gewählt. Lassen wir uns überraschen, was von dort noch kommt!
Positiv
  • Schöne neue Gebiete
  • Ausrüstung fügt sich gut ins bestehende System ein
  • Tolle Zwischensequenzen
  • Neue Gegnertypen
Negativ
  • Nebenmissionen nach meinem Empfinden zu leicht
  • Nur Zwei Hauptmissionen
  • Manche Gegner nur mit neuen Skins
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