Test – Still there

Das kleine Studio GhostShark Games zeigt uns mit Still there was sie können.

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Das Puzzlespiel Still there erschien am 20. November für den PC über die Plattform Steam. Außerdem ist der Titel auch auf für die Nintendo Switch zu erstehen. Entwickler des Spiels ist GhostShark, die sich mit Publisher Iceberg Interactive zusammengetan haben, um das Spiel zu veröffentlichen.

Wir übernehmen die Rolle von Astronaut Karl Hamba, der auf der kleinen Raumstation Bento sein täglich Brot verdient. Wir bekommen direkt zu Beginn mit, dass Karl ein einsamer Mensch ist, der sich nach einem schweren Schicksalsschlag in den Weltraum geflüchtet hat. Lediglich mit Gorky, der KI der Station, kann sich der Protagonist unterhalten. Diese ist allerdings alles andere als sympathisch. Seine Aufgabe ist es, Tag für Tag bestimmte Protokolle durchzuführen und die Informationen an seine Vorgesetzten auf der Erde zu schicken. Dazu gehören beispielsweise, die Koordinaten von bestimmten Sternen zu finden, Sicherungen zu richten, damit die Geräte funktionieren, und weiteres. Dem Spieler wird die Monotonie von Karls Alltag schnell bewusst.

An der Wand neben der Toilette sehen wir lauter Kreidestriche, die die Anzahl der Tage angeben, die Karl bereits im All ist. Objekte, die im Spiel zu finden sind, lassen uns vermuten, was in seiner Vergangenheit passiert ist. Für Karl ändert sich jedoch einiges, als er plötzlich ein Hilfesignal empfängt. Ab hier vergeht die Monotonie und Karl hat wieder etwas, wofür es sich zu Leben lohnt.

Als Spieler müssen wir die Aufgaben und Vorgänge als Puzzle meistern. Eine Anleitung für diese teils sehr abstrakten Rätsel wurde uns von unserem Vorgänger auf der Station überlassen. Diese bietet auf mehreren Seiten Hinweise für die Rätsel. Alternativ kann uns Bord-KI Gorky Tipps geben, die zu Lösung der Rätsel führen.

Anfangs wird man in Still there vermutlich ein paar Probleme haben. Die Puzzles sind fordernd aber fair. Hat man nach einiger Zeit den Dreh raus, geht alles etwas schneller von der Hand, wobei es vor allem an den späteren Tagen wirklich knifflige Rätsel gibt, die viel Zeit fordern können. Kommt ihr allerdings mal nicht weiter, bietet euch der Titel auch eine Möglichkeit die Rätsel zu überspringen.

Neben den Rätseln ist das Erkunden der Station ein weiterer Aspekt des Spiels. Diese hat mehrere Bereiche wie ein Bad, den Bordcomputer, das Schlafzimmer oder eine Küche. Indem wir mit den Objekten interagieren, finden wir mehr über Karls Vergangenheit und das Leben auf der Bento heraus. Da sowohl Karl als auch seine Dialoge mit Gorky und anderen Charakteren sehr gut geschrieben sind, kommt zu keiner Zeit wirklich Langeweile auf. Die gut durchdachten Rätsel spornen an, sie ohne Hilfestellung zu lösen und geben ein Erfolgsgefühl, wie es wenige Rätselspiele schaffen.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Story
7
Grafik/Stil
8
Soundkulisse
6
Puzzle/Rätsel
9
Spieldauer
5
Lucas Rau
Fan von japanischen Rollenspielen sowie Adventures, gelegentlicher Pen & Paper-Spieler und ein Spitzenkoch.

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