Test – Until Dawn

Seit fast zwei Wochen ist Until Dawn erhältlich und versetzt die Spieler in Angst und […]

Seit fast zwei Wochen ist Until Dawn erhältlich und versetzt die Spieler in Angst und Schrecken, manche aufgrund der Horrorelemente, andere aufgrund des Settings und der Umsetzung. Es hält nicht ganz, was es verspricht, aber ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Gameplay

Sony möchte euch in Until Dawn voll und ganz die Story genießen lassen, schwierige Rätsel, aufwendige Zielübungen oder komplexe Handlungsabläufe erwarten euch hier keines Falls. Die Spielmechanik ist relativ simpel gehalten, so entscheidet ihr euch, unter Zeitdruck, für eine von zwei oder drei Optionen, welche kurz und knapp beschrieben sind, oder müsst diverse Quick-Time-Events in den Videosequenzen überstehen. Ansonsten dürft ihr noch Totems und Hinweise aufheben und umdrehen – das war es dann aber auch schon.
1 von 2 Punkten

Grafik

Hier wird einem einmal wieder gezeigt, wozu die PlayStation 4 fähig ist. Exklusivtitel haben nun einmal den Vorteil, dass sie komplett auf ein System zugeschnitten werden können und alles herauskitzeln. Schöne Lichteffekte, klare Texturen, eine Spielwelt, die auf die Handlung reagiert, was will man mehr? Dank Motion Capturing kommen die Charaktere lebendig rüber, auch wenn die Mimik ab und an ein wenig steif wirkt. Ansonsten gibt es nichts zum Meckern.
2 von 2 Punkten

Sound

Until Dawn besticht mit einem hervorragenden Sounddesign, die verwendete Musik passt ausgezeichnet, Geräusche klingen passend und es wirkt einfach gut aufeinander abgestimmt. Die deutsche Synchronisation lässt allerdings zu wünschen übrig, es klingt nicht schlecht, allerdings auch nicht sonderlich herausragend. Wer auf geistreiche Konversationen wert legt, sollte keine Teenie-Slasher spielen, von daher werde ich auf den Punkt auch nicht weiter eingehen.
1 von 2 Punkten

Replayability

Zu erst einmal, ohne den genauen Inhalt zu spoilern und zu viel zu verraten, es gibt einen Plottwist in der Story, den ich so zuerst nicht erwartet hatte. Mit dem Wissen wollte ich es unbedingt noch einmal durchspielen, um zu sehen, in wie weit sich die Handlungen verändern und wie stark der Butterflyeffekt hier ausgenutzt wird, allerdings wurde ich dabei enttäuscht. Beim zweiten Durchlauf habe ich bewusst andere Entscheidungen getroffen und es haben sich weniger große Veränderungen aufgetan, als zuerst erwartet. Ja, kleine Nuancen unterscheiden sich, aber an manchen Stellen zieht das Spiel die Karte “Plotrüstung” und reagiert dennoch, so wie es will und nicht, wie ihr euch entschieden habt.
1 von 2 Punkten

Steuerung

Erinnert ihr euch noch an das Spiel “Obscure”? Hier bietet sich die selbe Problematik, die Kameraführung und Steuerung ist ähnlich nervig. Zumindest ab und an, dafür bringt euch die Kamera hier wenigstens nicht um. Auch wenn das Spiel eine Motionsteuerung per Controller ermöglicht, empfehle ich jedem die klassische Steuerung zu verwenden, denn die kommt bei Weitem nicht so träge daher. Es treten die üblichen Probleme nach einem Kamerawechsel auf, dass man plötzlich in eine andere Richtung läuft oder sich umdreht, sobald man nur einen Millimeter am Joystick verändert, aber in kritischen Situationen könnt ihr eh selten euch selbst bewegen, von daher ist es noch verzeihbar.
1 von 2 Punkten

Fazit

Mit 6 von 10 möglichen Punkten ist Until Dawn immer noch ein solides Mittelklassespiel. Insgesamt bietet es eine Spielzeit von zirka neun Stunden, für Trophäenjäger und Freunde vom amerikanischen Teenie-Horror aber durchaus interessant. Die Entscheidungen haben nicht so viel Umfang wie erhofft, aber das Spiel ist durchaus spannend und bietet den ein oder anderen Schockmoment.

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