Vorverkauf von Atari VCS gestartet

Atari VCS, die neue Retro-Spielekonsole von Atari, ist ab heute über Indigogo im Vorverkauf.

Bereits letztes Jahr kündigten Atari eine neue Retro-Konsole an, damals noch unter dem Namen Ataribox. Dieses Jahr stellten sie im März auf der Game Developer Conference in San Francisco einen Prototypen besagter Ataribox vor, nun unter dem Namen Atari VCS. Im Detail handelt es sich dabei um eine auf Linux basierende, modernisierte Retro-Spielekonsole. Wie „modern“ und „Retro“ in diesem Kontext zusammenpasst erklärt sich folgendermaßen: die Konsole soll nicht nur echte Spieleklassiker (von Atari) bereitstellen, sondern auch neue Games (insbesondere von Indie-Entwicklern) unterstützen und gleichzeitig als web-basiertes Entertainmentgerät dienen. Durch die Verwendung von Linux (genau: Ubuntu 4.1) als Betriebssystem der Konsole eröffnen sich den technisch affineren Nutzern zudem Möglichkeiten, eigene Software – beispielsweise ein in der Freizeit geskriptetes Spiel – auf die Konsole aufzuspielen und zu verwenden. Auch Twitch soll auf der Konsole laufen, um Live-Übertragungen zu ermöglichen. Für Livechats sollen zumindest Discord und Skype unterstützt werden.

Eine genaue Beschreibung des Feature-Umfangs und der technischen Details findet sich in der Indigogo-Kampagne, worüber das ganze Projekt finanziert wird. Das geforderte Ziel von 100.000 Dollar sind jetzt bereits mit über 2 Millionen Dollar an Vorbestellungen weit übertroffen. Die Konsole ist in verschiedenen Varianten erhältlich: eine Basis-Konsole ohne Controller und Joystick (auch einzeln in der Kampagne erwerbbar)  ist bereits für 199 Dollar vorbestellbar, Konsole mit Joystick liegt bei 299 Dollar und das Gesamtpaket (Konsole, Joystick, Controller) knapp darüber bei 329 Dollar. Im Mittelmaß ist der bei der Vorstellung letztes Jahr geschätze Preispunkt von 250-300 Dollar somit etwa eingehalten.

Wer das Geld für die zusätzlichen Eingabegeräte nicht ausgeben möchte, sollte problemlos Mäuse, Tastatur oder anderes Spielzeug per Bluetooth oder USB anschließen können. Die Konsole wird bringt nicht nur eine WLAN-Adapter, sondern auch Ethernet mit. Das sind die weiteren technischen Spezifikationen laut heise:

  • CPU: AMD Bristol Ridge A10
  • Grafikkarte: Radeon-R7-GPU
  • RAM: 4 GByte RAM
  • 32 GByte eMMC-Flash-Speicher (erweiterbar via USB 3.0)

Summa summarum handelt es sich bei der Atari VCS, deren Beiname übrigens für Video Computer Systems steht, de facto um eine Retrokonsole, jedoch mit dem Anspruch, den gleichen Entertainmentfaktor im Bezug auf die Bandbreite der nutzbaren Dienste wie eine moderne Spielekonsole zu bieten und dem Nutzer durch Verwendung von Linux als Betriebssystem gleichzeitig mehr Freiheiten zu bieten.

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