An dieser Stelle würde ich gerne mit dem Spiel The Turing Test anfangen, welches von uns auch schon mal getestet wurde: Test – The Turing Test. Wie der Name schon sagt, ist es eine kleine Anspielung an den berühmten Turing-Test, in dem es geht, eine Künstliche Intelligenz von einer menschlichen anhand der Frage-Antworten-Runde zu unterscheiden. Andererseits heißt die Hauptprotagonistin Ava Turing (höhö, ein Wortspiel) und demnach wird man an dieser Stelle selbst zum Versuchskaninchen. Einige Zweifel kamen beim Durchspielen auch mir auf, als man die Unterhaltung mit der KI T.O.M. führen durfte…

Das Weltall – unendliche Weiten…

Die Geschichte fängt auf einem orbitalen Weltraumschiff an. Die Ingineurin Ava wird von der Technical Operations Machine, abgekürzt T.O.M., aus dem Kryoschlaf mit einer beunruhigenden Nachricht geweckt. Die restliche Crew, die sich auf der Station an der Oberfläche des Jupiter Sateliten Europa befinden, seien untergetaucht oder verschwunden, auf jeden Fall hat T.O.M. kein Kontakt mehr zu denen und sie würden auf jeden Fall ihre Hilfe benötigen.

Um die Geschichte nicht komplett zu spoilern, dreht sich das Ganze um die mysteriösen Umstände, die sich nach der Findung eines unbekannten Organismus in den tiefen von Europa entwickeln. Das ganze wird noch mit dem Turing-Test und dessen Widerlegung anhand von dem Gedankenexperiment Namens Chinesisches Zimmer erzählt. Aber keine Angst, hierbei handelt es sich nicht um einen klassischen Horror – es ist eine SciFi-Geschichte, die man eher mit dem Film 2001: Odyssee im Weltraum vergleichen könnte.

Die Schalter, die man mit der Hilfe der Energiekugel anmachen kann

Das Gameplay dreht sich um die Lösung der Puzzles, die laut T.O.M. nur von einem Menschen gelöst werden können. Man nimmt den Energiemanipulator (EMT – die einzige Ausrüstung, die man dabei hat) auf, der die Energiekugeln aufsammeln kann und fliegt erstmal mit der Kapsel Richtung Oberfläche. Wieso die Crew sich in den Tiefen der Station versteckt und sich mit den unterschiedlichen Schalterrätseln die Räumlichkeiten gesichtert hat, weiß man nicht. Man startet ahnungslos in die unterirdische ISA (International Space Agency) Basis.

Die Rätsel, die man vorfindet, sind meistens Schalter-, Energiefluß-, Druckflächen- und Logik-basiert. Von der Schwierigkeitsstufe her, würde ich The Turing Test in die leichte bis maximal mittlere Schiene schieben. Aufgrund der spannenden Thematik und eines Twists in der Geschichte hat man sehr viel Spaß damit. Während den Angebotszeiträumen findet man das Spiel für knapp 6 bis 7 Euro, was einem die Spielzeit von ungefähr 6 Stunden bringt. Neben den Hauptaufgaben gibt es auch sieben optionale Zimmer, die sich etwas schwieriger lösen lassen – diese benötigen das etwas andere Denken. Um alle Facetten der Geschichte zu erfahren oder einige Aufnahmen der Crew zu hören und interessante Sachen zum Thema Gedankenexperimente zu sehen, ist es auch empfohlen diese Zimmer zu lösen. Aber Vorsicht – das erste Zimmer lässt sich erst nach dem Durchspielen betreten. Keine Angst, jede einzelne Sektion im Spiel lässt sich aus dem Hauptmenü erneut starten.

Ein kleiner Puzzle-Raum aus dem Spiel

The Turing Test beeindruckt mit der schönen Grafik, dem tollen Soundtrack und der guten SciFi-Atmosphäre. Die Rätsel und die Geschichte sind etwas leichtgängiger, würden meiner Meinung nach aber trotzdem den Fans des Genres viel Spaß bereiten. Unreal Engine 4 sorgt für schöne Bilder, die Entwickler Bulkhead können auf sich stolz sein.

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