Gameware.at beendet Verkauf von Xbox One Konsolen

Mit Microsofts Game Pass erschließt sich dem Online Shop nicht, warum sie Konsolen weiter verkaufen sollten.

Anfang der Woche berichteten wir von den geplanten Änderungen an Microsofts „Game Pass“ Abo, mit dem künftig alle Microsoft Studios Titel direkt zum Launch im Abo enthalten sein sollen. Ein potenzielles Schnäppchen für Fans, doch einige Vertriebler scheinen weniger begeistert. So reagierte Gameware KG, die Firma die den beliebten Online Shop gameware.at unterhält, mit einem drastischen Konter: Ab sofort will das österreichische Unternehmen keine Xbox One Konsolen mehr verkaufen.

Gegenüber der Branchenzeitschrift GamesMarkt kommentierte Gameware KG, dass es sich nicht erschließe, warum man noch Microsoft-Konsolen verkaufen solle, „die null Verdienst bringen und nur Aufwand bedeuten, wenn Microsoft anschließend am Vertrieb der Software nur noch selbst verdienen will. Wer das Geschäft allein machen will, soll auch die Arbeit allein machen.“

Tatsächlich werden momentan noch Xbox One Konsolen auf der Seite gelistet, sind jedoch nicht mehr bestellbar. Es bleibt abzuwarten, ob andere Unternehmen hier folgen werden.

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Kommentare
Jan Markus Mäuer 25. Januar 2018 um 12:51 Uhr

In eigener Meinung:
Ich hatte mich schon gewundert. Lange haben Publisher einen Spagat zwischen Online-Distribution und Retail auferhalten, um die Gunst von Verkäufern wie vorallem der GameStop Kette aufrecht zu erhalten. Das ist nicht zuletzt einer der Gründe, warum bei Sonys und Microsofts Online-Marktplätzen Neuerscheinungen zum vollen Ladenpreis, wenn nicht sogar mehr verkauft werden – trotz das Verkaufsprovisionen und Herstellungskosten wegfallen.

Das lukrative Game Pass Angebot ist da natürlich ein heftiger Richtungswechsel, der quasi eine kundenfreundlichere Variante von dem einstigen Xbox One Traum darstellt, Spiele digital an die Plattform zu binden…vielleicht der Hauptgrund warum Microsoft das Rennen gegen Sonys PS4 zum Launch verloren hatte.

Es ist spannend zu verfolgen, in wie weit sich das Konsum und Kaufverhalten bei Videospielen mit solchen Geschäftskonzepten ändern wird. Aber angesichts dessen, das eben viele Konsumenten trotz allem noch den physischen Besitz von Spielen mehr wertschätzen als den digitalen Kauf, wirkt Gameware’s Reaktion hier vielleicht etwas voreilig und/oder übertrieben.

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