GC18 – Skull & Bones

Plündern und Brandschatzen, wie es sich für einen Piraten gehört.

Spätestens seit Assassin’s Creed IV: Black Flag sind Schiffskämpfe in Videospielen total angesagt. Mit Sea of Thieves erschien dieses Jahr nun der erste Live-Service-Titel, der diese Nische füllen sollte. Ob das gelungen ist, kann jeder für sich entscheiden. Im kommenden Jahr wird Ubisoft Singapore aber mit Skull & Bones nachziehen. Auf der Gamescom konnten wir uns bereits mit Pre-Alpha Gameplay einen Eindruck vom Spiel machen.

In einer offenen Welt steuert ihr als Piratenkapitän eure Barke durch die offenen Gewässer des Indischen Ozeans. Bis zu fünf Spieler können sich als Team zusammenschließen und plündern, entern oder im PvP gegen andere Teams antreten. Zwar wird es keine reine Einzelspielerkampagne geben, dennoch gibt es abseits des Plünderns auch etliche Missionen auf dem rauen Meer zu erledigen. Auch hier könnt ihr natürlich jederzeit auf andere Mitspieler treffen, da sich Skull & Bones als Live-Service-Spiel versteht, was bedeutet, dass ihr immer online seid. Ohne eine Internetverbindung könnt ihr den Titel also nicht spielen.

Für die Gamescom-Demo fanden wir uns im Modus „Günstige Winde“ wieder, wo uns drei verschiedene Schiffe zur Auswahl standen, zwei davon konnten wir austesten. Für die Royal Fortune hatten wir aufgrund der begrenzten Spielzeit von knapp 30 Minuten leider keine Zeit. In der endgültigen Version werden euch selbstverständlich noch weitere Schiffe zur Verfügung stehen.

Die Black Horn-Klasse ist eine Schiffsart, welche mit einem Rammbock am Bug ausgerüstet ist und sich daher an Spieler richtet, die brachiale Nahkämpfe bevorzugen. Natürlich bietet das Schiff auch Geschosse, die sich wie üblich am Back- und Steuerbord befinden, sowie Mörser zum Fernbeschuss und Kettenkugeln, um Segelmäste zu zerstören und die Bewegung der feindlichen Gefährte zu unterbinden.

Jäger bevorzugen einen weiten Abstand zum Gegner und setzen auf Schnelligkeit. Mit weitreichenden Geschützen sind sie dafür bestens gewappnet. Die besondere Fähigkeit ist dabei, dass sich der Jäger im Notfall mit einer Art Boost schnell aus der Gefahrenzone zurückziehen kann.

Letztlich gibt es noch die Royal Fortune. Dieses schwer gepanzerte und gut gerüstete Kriegsgerät hat eine hohe Schadenstoleranz, teilt umso mehr aus, ist aber auch das langsamste und das schwerfälligste der drei Gefährte. Neben der schieren Größe bietet es auf beiden Seiten zudem mächtige, schwere Geschütze. Besonders ist daneben die Fähigkeit einen Dauerbeschuss zu aktivieren, wobei das Nachladen für eine kurze Zeit keine Rolle mehr spielt. Im Team eignet sich das Schiff daher gut, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, während die leichter gepanzerten Gefährte großen Schaden anrichten.

Dank der leicht verständlichen Controllerbelegung hatten wir schnell den Bogen raus und gingen sogleich auf Jagd. Unser Hauptziel war es Piratenkapitän Olivier Le Vasseur, kurz La Buse, zu schwächen. Dafür machten wir Jagd auf Händler, die Elfenbein an Bord hatten, welches La Buse erbeuten wollte. Zur Übung fingen wir aber damit an, ein paar leichtere Schiffe zu versenken. Unser Späher im Krähennest spürte die Gefährte auf, an uns lag es dann, sie unter Beschuss zu nehmen. Je nach Spielstil sollte man sich daher vorher überlegen, welche Bootsklasse man verwenden möchte. Für uns machte zu Beginn die Black Horn am meisten Sinn. Nach kurzem Beschuss des feindlichen Gefährts konnten wir die Enterfunktion unter die Lupe nehmen. Im Gegensatz zu Black Flag fanden diese allerdings nach einem Knopfdruck automatisch statt.

Bereits kurz nach dem Entern sahen wir dann den ersten richtigen Spieler, auf den natürlich Jagd gemacht wurde. Gerade hier war erkennbar, dass für uns Anfänger nur wenig Taktik im Spiel war und jeder seine Kugeln kreuz und quer abfeuerte. Nur wer sowohl das Navigieren der Schiffe beherrscht und gleichzeitig die Bordgeschütze meistert, wird als Sieger aus den Kämpfen herausgehen und mit dem Loot zurück in das Versteck segeln. Eine Lernkurve ist somit definitiv vorhanden, vermutlich im klassischen „easy to learn, hard to master„-Sinne.

In der Demo-Version konnten wir nur den Schiffskampf erleben, wie uns Justin Farren aber im Interview mitteilte, wird es bei Release auch die Möglichkeit geben, seinen Kapitän vollends anzupassen. Das Versteck kann zudem in einer Third-Person-Perspektive erkundet und individuell gestaltet werden.

Graphisch sah der Titel phänomenal aus. Die sehr detailgetreuen Schiffe, sowie das auf dem Deck schwappende Wasser und die rauschenden Wellen machten Lust auf mehr. Die von den Piraten angestimmten Shantys trugen ihrerseits einen Teil zur gelungenen Atmosphäre bei. Daneben verstand auch der brachiale Sound beim Abfeuern der Kanonen zu überzeugen. Für eine Pre-Alpha-Version macht der Titel bereits jetzt schon einiges her.

Skull & Bones wird 2019 für PlayStation 4, Xbox One und den PC erscheinen.

Auf der Gamescom trafen wir zudem auf den Creative Director Justin Farren. Hier gehts zum Interview.

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Schlagwörter:gamescom , skull and bones